Bayerischer Handball-Verband
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Prävention

Verletzungsprävention

Handball ist ein schneller, dynamischer und körperlich fordernder Sport, der sich
unverändert hoher Beliebtheit erfreut. Um auf höchsten Niveau mitspielen zu können,
müssen Spieler den ständig erhöhten athletischen Anforderungen widerstehen können
und sind dadurch einem erhöhten Verletzungsrisiko ausgesetzt. Sehr viele medizinische
Studien haben gezeigt, dass sich durch einfache Präventionsübungen im Training und
vor dem Wettkampf das Verletzungsrisiko deutlich vermindern lässt.

Wir empfehlen daher die folgenden Punkte im Training und vor dem Spiel zu beachten:
1) Aktives Aufwärmen
2) Übungen für Kraft, Stabilität und Richtungswechsel
3) Ausdauer für Richtungswechsel entwickeln
4) Breite Sportausbildung (z.B. Leichtathletik, Turnen)

 

1) Aktives Aufwärmen
Gute Aufwärmgewohnheiten sind der erste Schritt zur Prävention von allen
Verletzungen. Ein gutes Aufwärmen vor dem Training und Spiel entwickelt dynamische
Beweglichkeit und erhöht die Gelenkswahrnehmung.


2) Kraft, Stabilität und Richtungswechsel
Kraft und Stabilität sind der erste, wichtige Schlüssel zur Prävention von Verletzungen.
Das Ziel des Kraftprogramms ist die Entwicklung einer Stärkung der
Schultergürtelmuskulatur, der tiefen und unteren Rückenmuskulatur und einer
funktionellen Einbeinkraft.


Trainingsempfehlung:
- Funktionelle Kraft entwickeln: keine Maschinen!
- Übungen zur Stärkung der Rumpfmuskulatur, insbesondere des unteren Rückens (z.B.
Kniebeugen)
- Knie- und hüftdominante Einbeinübungen zur funktionellen Stärkung der Einbeinkraft
- Exzentrische Kraft der hinteren Oberschenkelmuskulatur zur Verbesserung der
Landefähigkeit (z.B. Bild 1)

Der zweite Schlüssel zur Prävention von Knieverletzungen ist die Fähigkeit, richtig auf
einem Bein landen, bremsen und stoppen zu können (Bild 2-4)!

Abbildung 1: Nordic hamstring Übung: Hierbei lässt sich die knieende Spielerin langsam und kontrolliert nach vorne fallen

 

 

Abbildung 2: Einbeinstabilität. Zur Erschwerung können die Augen geschlossen werden.

 

Trainingsempfehlung:

- Bei Landungen nach einem Sprung, üben “leise zu landen”

 

Abbildung 3: Landeübung. Ziel ist es, so leise wie möglich zu landen

  

Abbildung 4: Sprungübung: regelmässiges Üben von Einbeinübungen in das Training und in das Aufwärmen vor Spielen verringert das Risiko, eine schwere Knieverletzung zu erleiden

 

3) Ausdauer für Richtungswechsel entwickeln

Verletzungen passieren häufig bei Richtungswechseln, also während Beschleunigungen und Abbremsen.

Trainingsempfehlung: Start- und Stopbewegungen mit Richtungswechseln in das Training und das Aufwärmprogramm integrieren.

 

4) Ausbildung in anderen Sportarten

Studien haben gezeigt, dass eine breite Sportausbildung in mehreren Sportarten in der Jugend zur Verletzungsprävention beitragen kann. Gründe sind vielfältig, insbesondere bessere Körperkontrolle und Beanspruchung von Muskulatur und Bewegungen, die im Handball nicht gebraucht werden.

Trainingsempfehlung: Leichtathletik, Turnen, Ringen, o.Ä. regelmässig ins Training einbauen

 

 

Mit sportlichen Grüßen,

 

Dr. Matthias Kuhr

BHV-Verbandsarzt

 

Dr. Leonard Achenbach

 

 

Weiterführende Literatur:

Illustrierte Übersicht über Präventions-Übungen: (VBG Trainingsübungen)

Video-DVD “Verletzungsprävention im Handball” miz den Übungen der Studie (Link 1, Link 2). Alle Übungen können ohne Zusatzmaterialien ausgeführt werden

 

1        Achenbach L, Krutsch V, Weber J, Nerlich M, Luig P, Loose O, Angele P, Krutsch W  (2017). Neuromuscular exercises prevent severe knee injury in adolescent team handball    players. Knee Surg Sports Traumatol Arthrosc doi:10.1007/s00167-017-4758-5.

 

 

 

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