Bayerischer Handball-Verband
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Der Bayerische Handball-Verband

Gründung und erste Schritte

Beim 3. Handball-Spartentag am 8. Mai 1949 wird in Augsburg aus der Sparte Handball im Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV) der Bayerische Handball-Verband (BHV) im BLSV. Zwei Jahre später, zum 4. Handball-Spartentag, der gleichzeitig der 1. Verbandstag des BHV ist, beschließen 138 Delegierte aus ganz Bayern aus den Erfahrungen der Aufbauphase heraus die Neuorganisierung des BHV.

Die verwaltungsmäßigen und die technischen Funktionen (Verwaltung und Spieltechnik) sollten getrennt in Erscheinung treten. An die Stelle der Landesspielleitung tritt der geschäftsführende Vorstand, der sich aus dem 1. Vorsitzenden, dessen Stellvertreter, dem Kassier, dem Schriftführer und zwei Beisitzern zusammensetzt. Ihm zur Seite steht der technische Ausschuss. Als erster Vorsitzender wurde der Münchner Ludwig Lehmaier und als sein Stellvertreter Georg Schröppel gewählt.


Strukturreform zum 20. Verbandstag

Zum 20. Verbandstag geht es am 17. und 18. März in die Oberpfalz nach Regensburg. Otto Hezner wird als Nachfolger von Willi Jödicke zum Präsidenten des BHV gewählt. Jödicke hatte sich nach elf Jahren an der Spitze des Verbandes nicht mehr zur Wahl gestellt. Er wird im selben Jahr Vorsitzender des Süddeutschen Handball-Verbandes. Das neugeschaffene Präsidium ersetzt den bisherigen geschäftsführenden Vorstand und besteht aus dem Präsidenten, zwei Vizepräsidenten, dem Schatzmeister und dem Vorsitzenden der Technischen Kommission.

Der BHV hat inzwischen 82.060 Mitglieder in 553 Vereinen. 45.000 Aktive spielen in 3.091 Mannschaften, davon sind 1.849 Jugendmannschaften. Den Vereinen in Bayern stehen 390 Hallen zur Verfügung. Der BHV hat 886 ausgebildete Lehrkräfte: 751 Übungsleiter, 112 B- und 25 A-Trainer. Die 20.050 Spiele wurden von 1.888, darunter 237 weiblichen, Schiedsrichtern geleitet.


Gerd Tschochohei

1988 - Gerd Tschochohei wird Präsident

1988 muss erstmals in der Geschichte des BHV durch den gesundheitsbedingten Rücktritt des bisherigen Präsidenten Otto Hezner ein Außerordentlicher Verbandstag einberufen werden. Dieser findet in Nürnberg statt. Ohne Gegenkandidat wird der 45jährige Gerd Tschochohei (Gaißach) zum sechsten Präsidenten gewählt. Otto Hezner wird zum Ehrenpräsidenten ernannt.


Neuerungen zum Außerordentlichen Verbandstag 1998

Mit überwältigender Mehrheit von 52 : 8 Stimmen, das entspricht einer Zustimmung von 86%, nimmt der Verbandstag das Restrukturierungskonzept an. Die Spiel- und Verwaltungsebene „Kreis" wird abgeschafft. Das Verbandsgebiet wird in acht nahezu gleich große – was die Mannschaftszahlen in allen Altersklassen anbetrifft - Bezirke eingeteilt. Dem Präsidium um Gerd Tschochohei obliegt es nun, dieses neue Konzept in die Praxis umzusetzen und so einen starken Handball-Verband ins neue Jahrtausend führen. Die neuen Bezirke halten ab Oktober ihre Bezirksjugendtage und Bezirkstage, um die neuen Führungsmannschaften der nunmehr acht Bezirke zu wählen.


31. Verbandstag bringt Führungswechsel

Der bisherige BHV-Vizepräsident Talentförderung und DHB-Vizepräsident Jugend, Georg Clarke, wurde beim 31. Ordentlichen Verbandstag am 05. Mai 2017 in Rain am Lech (Schwaben) einstimmig zum Nachfolger von Gerd Tschochohei gewählt. Tschochohei hatte nach 28 Jahren als dienstältester LV-Präsident auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Clarke wurde von seinem Vorgänger mit der Leidenschaft für den Handballsport angesteckt und wurde sowohl in seiner sportlichen als auch in seiner Funktionärslaufbahn sehr stark von ihm geprägt. Als Spieler in Bad Tölz hat der 53-Jährige schon einmal den Staffelstab von seinem damaligen Trainer übernommen, am vergangenen Samstag das Spitzenamt im Bayerischen Handball-Verband.

Gerd Tschochohei wurde bei seinem letzten Verbandstag in Würdigung seiner außerordentlichen Verdienste zum BHV-Ehrenpräsidenten ernannt. Die Urkunde nahm er unter stehenden Ovationen der Delegierten und Gäste aus den Händen seines Nachfolgers Georg Clarke entgegen. Gerd Tschochohei war 56 Jahre für den Bayerischen Handball tätig. Der ehemalige bayerische Auswahlspieler wurde bereits mit 22 Jahren Landestrainer in Bayern. Als Bundesliga-, Nationaltrainer der Frauen und Bundeslehrwart hat er in seinen vielfältigen Funktionen den Handball in Bayern und im Deutschen Handballbund mit seinem Wirken nachhaltig und zukunftsweisend geprägt. Viele Innovationen, die Verbandsführung und die stetige Weiterentwicklung des Bayerischen Handball-Verbandes sind untrennbar mit seinem Namen verbunden.

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