Kleinigkeiten entscheiden den Krimi

Eine Viertelstunde vor Schluss wähnte sich der TuS Fürstenfeldbruck beim VfL Pfullingen noch auf der Siegerstraße. Mit 25:22 führten die Panther. Doch am Ende stand eine 28:30 (16:16)-Niederlage. Ärgerlich für TuS-Coach Martin Wild, weil am Ende Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben haben.


Dabei sah es zunächst gar nicht nach dem Krimi aus, der sich den Zuschauern in der Pfullinger Halle letztlich bot. In der ersten Viertelstunde fanden die Panther nicht wirklich ins Spiel. Pfullingen agierte dominant, spiele aggressiv. „Wir haben mit unserer 3-2-1-Abwehr, die zuletzt so gut funktioniert hat, keinen richtigen Zugriff bekommen“, sagt Wild. Dazu kamen auch die einen oder anderen Fehlwürfe.

Der Coach reagierte und stellte auf eine 6-0-Abwehr mit Han Völker, Jonas Link, Benedikt Kellner und Sebastian Meinzer im Zentrum um – mit Erfolg. Die Panther bekamen die Partie nun immer besser in den Griff. Halbzeitübergreifend eine halbe Stunde lang dominierten nun die Brucker das Geschehen. Sie drehten die spannende und insgesamt völlig ausgeglichene Partie vom anfänglichen Rückstand zur Drei-Tore-Führung in der 45. Minute.

„Doch dann passierte, was in Pfullingen oft passiert“, sagt Wild. Die Hausherren schalteten noch einmal in ihren Kämpfermodus und hatten auch die lautstarke Halle im Rücken. Dazu war Wild auch mit dem eigenen Coaching nicht ganz zufrieden. „Ich habe einfach nicht mehr die richtige Formation gefunden.“

Den Hauptgrund im folgenden 3:8-Lauf machte der Panthercoach vor allem in zwei Pfullinger Spielern aus: Der körperlich dominante Kreisläufer Nils Röller war entweder gar nicht oder nur durch Fouls zu stoppen, was in sechs Toren des Pfullingers und mehreren herausgeholten Siebenmetern resultierte. „Und dann hat der gegnerische Torhüter auch noch das Tor vernagelt“, sagt Wild.

Die Pfullinger Abwehr arbeitete gut. Und wenn sich die Brucker trotzdem freie Würfe erarbeiteten, stand ein ums andere Mal Daniel Schlipphak im Weg und parierte. Unglaubliche 21 erfolgreiche Abwehraktionen ihres Keepers hatten die Hausherren am Ende gezählt. Laut Wild ein durchaus realistischer Wert.

Wild Fazit: „Die Niederlage ist ärgerlich, da wir bis zur 45. Minute auf der Siegerstraße waren.“ Bei der Ausgeglichenheit der Liga seien es eben die Kleinigkeiten, die am Ende entscheiden. Und die machte er nicht nur an seiner Mannschaft fest: „Ein bisschen lag's an uns, aber auch daran, dass Pfullingen in der letzten Viertelstunde richtig guten Handball gespielt hat.“

Panther: Allmendinger, Müller; Bernhard 2, Silvestri, Hlawatsch 1, Riesner 2, Kellner 7, Meinzer 3, Kerst 6/4, Völker 2, Link 2, Schell, Pichler, Riemschneider 1, Damm 2, Prestele

Bericht: Andreas Daschner, TuS Fürstenfeldbruck

zurück zur Übersicht


Top