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HC vergeigt Sensation in Hannover

Nach einer überragenden Halbzeit, in der die Gäste mit 5 Toren führten, ging am Ende der Gastgeber als Sieger vom Platz,


Wieder einmal zeigte der HC seine zwei Gesichter. Nach einer überragenden 1. Halbzeit, in der die Gäste zur Pause mit fünf Toren (!) führten, konnten die Recken vor über 8000 Zuschauern in der Schlussphase das Spiel drehen und noch deutlich mit 29 : 25 gewinnen.

Wieder war de HCE einer Sensation nahe. Es ist schon eine große Überraschung, wenn der heiße Favorit, die Überraschungsmannschaft der Saison in der 1. Halbzeit keinen Zugriff findet und in eigener Halle einem 5-Tore-Vorsprung der Gäste hinnehmen muss.

Doch anstatt mit dem erspielten Selbstvertrauen das Spiel über die Zeit zu bringen, verließ die Erlanger der Mut zum Sieg und wie zu oft  ließen sie sich die Butter vom Brot nehmen. Eine Gastmannschaft, die nun zeigte, was sie wirklich kann und mit Domenico Ebner ein überragender Torwart waren letztlich die Garanten für den verdienten Sieg der Heimmannschaft. Trotzdem war in diesem Spiel mehr drin. Statt sich selbst mit einem Sieg für die hervorragende erste Halbzeit zu belohnen, verspielten die Gäste auch durch eigene Schuld diese Chance. Was der Mannschaft zu einer Spitzenmannschaft fehlt, die sie von den Namen her ohne weiteres sein könnte, ist die Konstanz. Hervoragende Spiele und Spielansätze weichen zu oft anfängerhaften Fehlern.

Wäre man vor dem Spiel mit einem knappen Ergebnis bei einem guten Spiel zufrieden gewesen, war der Frust nach dem Verlauf des Spiels bei allen Erlangern sehr groß.

Dieses Auf und Ab der Leistungen liegt sicher auch an dem Chaosspielplan, der den Mannschaften kaum Zeit lässt sich einen Rhythmus anzueignen. Wochenlang spielfrei, muss die Mannschaft nun in einem Monat – noch dazu im „staden“ Dezember – sieben Spiele absolvieren. Im Fußball hätte ein solcher Spielplan längst zu einem Aufstand geführt. Die Handballer und ihr treuen Anhang schlucken dies alles klaglos.

Das enttäuschende Ergebnis hat einen Höhepunkt im Handballleben eines Spielers zu Unrecht in den Hintergrund gedrängt. Carsten Lichtlein ist mit 626 Einsätzen der absolute Spitzenreiter in der Handballbundesliga. Nicht einmal auf der Homepage des HC Erlangen findet sich eine Laudatio für den außerordentlichen Sportsmann, dies soll hier an anderer Stelle nachgeholt werden.

Bereits am Sonntag, 16.00 Uhr) tritt eine weitere Spitzentruppe in der Arena auf den HC. In der legendären BLACK NIHGT kommt es zu der Begegnung mit den Füchsen aus Berlin.

 

Norbert Höhn

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