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Spannung bis zum Schluss beim HCE

Die Erlanger Handballer feierten am Sonntagnachmittag den nächsten Heimsieg. In einer Partie, die an Dramatik kaum zu überbieten war, behielt der HCE in der Schlussphase kühlen Kopf und gewann mit 26:25 gegen die HSG Nordhorn-Lingen. Mit 15 Paraden und einer Quote von 38 Prozent gehaltener Bälle sorgte HC-Keeper Nikolas Katsigiannis eine Sekunde vor Schluss für den großen Freuden-Taumel in der ARENA NÜRNBERGER Versicherung.


Der HC Erlangen konnte den ersten Angriff der Nordhorner direkt verteidigen und ging mit dem Treffer von Nikolai Link im ersten Angriff mit 1:0 in Führung. Weil der HC Erlangen zwei Mal hintereinander am Gästekeeper scheiterte, konnten die Gäste aus Niedersachsen in der 7. Minute auf 1:3 erhöhen. Ivic legte dann aber mit einem Doppelpack nach und brachte sein Team wieder zum 3:3-Ausgleich. Die Franken spielten ihre Angriffe lange aus und kreierten sich sehenswerte Abschlussmöglichkeiten, die Buhrmester im Tor der HSG jedoch zwei Mal hintereinander zunichtemachte. Mit purer Entschlossenheit warfen Link und Büdel ihr Team aber wieder zum 5:5 (13./14.). In einem temporeichen Spiel, in welchem vor allem die Abwehr des HC Erlangen stark verteidigte, gelang es dem HC in der 17. Minute das erste Mal mit zwei Toren davon zuziehen. Der Aufsteiger aus Nordhorn ließ sich aber nicht abschütteln und blieb den Hausherren die gesamte erste Halbzeit lang auf den Fersen. In Unterzahl tankte sich Neuzugang Sime Ivic zum 12:10 durch und weil Nikolas Katsigiannis im Tor der Erlanger ein ums andere Mal stark parierte, trennten sich beide Teams zur Pause mit 13:11.

Nach dem Wiederanpfiff musste der HCE zwar den Gegentreffer zum 13:12 in Kauf nehmen, konnte sich aber im zweiten Angriff über den Kreis zum 14:12 durch tanken. In Überzahl schaffte es der Ex-Torschützenkönig Robert Weber per Siebenmeter auf 15:14 zu verkürzen. Die Erlanger spielten sich immer wieder kreativ Torchancen heraus, brachten den Ball aber drei Mal hintereinander nicht im Tor der HSG unter, sodass Nordhorn in der 40. Minute den Ausgleich zum 16:16 erzielen konnte. Der eingewechselte Metzner traf kurz darauf zum 17:16 und dank der Parade von Katsigiannis erhöhte Sellin in der 42. Minute auf 18:16. Als Metzner sich wieder erfolgreich im Wurfversuch zeigte und sein Team erstmals mit drei Toren in Führung brachte, sah sich Gäste Trainer Sveinsson gezwungen die Auszeit zu legen. Zehn Minuten vor Spielende holte Nico Büdel die Zwei-Minuten-Strafe heraus, doch der Liganeuling kam in Unterzahl zwei Mal in Folge zum Torerfolg, sodass es in der 53. Minute nur noch 21:20 für den HC Erlangen stand. Die Schlussminuten entwickelten sich zu einem Handball-Krimi den man sich nicht besser hätte ausdenken können. Eine Minute und 20 Sekunden waren noch zu Spielen, als Julian Possehl den Treffer zum 25:25 markierte. Adalsteinn Eyjolfsson legte die grüne Karte, um sein Team mit einem letzten Spielzug noch einmal in Wurfposition zu bringen. Der Spielzug gelang, doch als Sime Ivic seinen Teamkollegen Sebastian Firnhaber freispielte, wurde er im darauffolgenden Wurfversuch unfair gestoppt, sodass die beiden Unparteiischen 20 Sekunden vor Schluss folgerichtig einen Siebenmeter für Erlangen pfiffen. Keinen der Zuschauer hielt es mehr auf den Sitzen, als Florian von Gruchalla, der kalt von der Bank kam, zum Strafwurf antrat. Abgezockt und frech verwandelte der Rechts Außen den Siebenmeter zur 26:25-Führung. Das sollte aber nicht das einzige Highlight in der entscheidenden Phase sein. Die Gäste aus Nordhorn hatten noch knapp zehn Sekunden Zeit den Ausgleichstreffer zu erzielen. Mit sieben Feldspielern stürmten die Niedersachsen in den Angriff und Georg Pöhle kam noch einmal zum Wurf. Der glänzend aufgelegte Nikolas Katsigiannis krönte seine ohnehin schon tadellose Leistung am Ende mit der alles entscheidenden Parade und feierte gemeinsam mit seinen Vordermännern den Heimsieg.    

"Wir hatten zwei überragende Torhüter auf beiden Seiten heute, zwei gute Abwehrreihen - das hat ein hartes, aber nicht unfaires Spiel ergeben. Wir sind sehr froh, dass wir die Moral gezeigt haben, die es gebraucht hat, um heute zwar knapp, aber zu gewinnen", sagte Adalsteinn Eyjolfsson im Anschluss an die Partie.  

Das nächste Mal antreten müssen die Franken am Sonntag, den 6. Oktober. Am 8. Spieltag der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga reist der HC Erlangen nach Balingen. Nach der Auswärtspartie im Schwabenland wird es dann gleich doppelt spannend in der ARENA NÜRNBERGER Versicherung. Zwei Mal in einer Woche darf das Team von Trainer Adalsteinn Eyjolfsson vor heimischer Kulisse auf Punktejagd gehen. Den Anfang macht das Spiel gegen FRISCH AUF! Göppingen (Do. 10.10., 19 Uhr), ehe dann das Star-Ensemble der Rhein-Neckar Löwen in der Noris gastiert (So. 13.10., 13:30 Uhr). Tickets für die beiden Heimspiel-Highlights sind im Online-Shop und an allen bekannten Reservix-Vorverkaufsstellen erhältlich.  

 

Bericht und Bild: HCE

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