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Jugendbundesliga: HCD zeigt zwei unterschiedliche Gesichter

Am Heimspieltag der Vorrunde überrascht die A-Jugend des HCD Gröbenzell in zweierlei Hinsicht. Einerseits gewinnt sie gegen den klaren Favoriten aus Bietigheim mit 29:28 (16:12), andererseits lässt sie sich von einem eigentlich ebenbürtigen Gegner mit 23:34 (11:15) abfertigen.


Zunächst gastierte am Samstagnachmittag mit der SG BBM Bietigheim der klare Favorit auf den Gruppensieg, wenn nicht sogar eines der Topteams bundesweit in der Wildmooshalle. Mit dem Start wirkte der HCD um Regisseurin Belen Gettwart förmlich überrannt, eine Mischung aus Respekt vor den Favoritinnen und noch nicht richtig im Spiel ließ das Team schnell mit 2:4 hinten liegen. Doch dann drehte sich das Blatt. Mit einem 5-Tore-Lauf binnen gerade mal drei Minuten riss der HCD das Ruder herum. Angeführt von einer hervorragend aufgelegten Nell Stiller (6 Tore) wurde der 7:4 Vorsprung nach rund elf Minuten bis zur Halbzeit souverän ausgebaut. Wie so oft war es eine gute Mischung aus einer konzertierten Deckungsarbeit in der Defensive und gelungenen Spielzügen in der Offensive, die den Halbzeitstand von 16:12 rechtfertigte.

Auch nach Wiederanpfiff konnte das Team von Frank Graf und Basti Servos an seine Form aus Durchgang eins anknüpfen. Vor allem über die Gefahr der breit gestreuten Trefferverteilung (Topschützen waren Stiller 6, Feles und Kaltner je 5 sowie Reips und Schiller je 4 Tore) freute sich das Trainerteam nach dem Spiel. Es war wenig überraschend, dass die Gäste aus Bietigheim, die ihre stärkste Schützin in Leonie Patorra (10 Tore) hatten, nochmal alles versuchten, um die Niederlage abzuwenden. Doch auch wenn es am Ende knapp war, verbuchten die HCD einen glücklichen, aber aufgrund einer starken Leistung mehr als verdienten Sieg für sich.

Alles, was am Samstag geklappt hatte, lief am Sonntag gegen den TV Nellingen (23:34) nicht. Vor allem in der Offensive fand der HCD kein Durchkommen gegen die physisch überlegenen Gäste. Keine Spielzüge, der Ball viel zu langsam und durchsichtige Aktionen begleiteten den HCD in der ersten Halbzeit. Die Defensivleistung war weitestgehend okay, doch auch bei weitem nicht so überragend wie noch tags zuvor. Einzig bei Torhüterin Lea Platzer konnten sich die Spielerinnen bedanken, dass das Spiel zur Halbzeit noch nicht endgültig entschieden war (11:15).

Doch das erledigte Nellingen in den zweiten 30 Minuten. Der HCD weiterhin wie von der Rolle, die Gäste aus Ostfildern dagegen nahezu fehlerlos und zudem konzentriert, cleverer und schneller. Alleine die drei Rückraumspielerinnen Maier, Dreizler und Kriessler kamen dabei auf 22 Tore. Die Niederlage hätte nicht so hoch ausfallen müssen, doch geht leider unter dem Strich völlig in Ordnung. Letzter Strohhalm für ein mögliches Weiterkommen wird für den HCD der Spieltag in Bietigheim, wo abermals eine absolute Topleistung abgerufen werden muss.

 

Text: HCD, Bild: Jörg Gettwart 

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