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Beach-EM Platz 6 und 10 für Deutschland

Die DHB-Beachmänner haben die direkte Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2020 knapp verpasst. Gegen Kroatien fehlte in jedem Satz ein Punkt. Die DHB-Beachfrauen verpassten leider knapp den Einzug in die Hauptrunde und belegen am Ende Platz 10.


„Ich bin nicht verärgert, ich bin einfach nur traurig, dass wir uns nicht selbst belohnen konnten“, bilanzierte Nationaltrainer Konrad Bansa. „Insofern würde ich zwar von einer erfolgreichen EM sprechen; es war aber kein voller Erfolg.“Gegen Vize-Weltmeister Kroatien präsentierte sich die deutsche Mannschaft in Bestform und verlor beim 0:2 (21:22, 18:19) beide Sätze mit nur einem Punkt. „In der ersten Halbzeit haben Kleinigkeiten gefehlt, in der zweiten Halbzeit haben Kleinigkeiten verhindert, dass wir gewonnen haben“, fasste Bansa zusammen.

Dennoch war er stolz auf den Auftritt seiner Mannschaft im Spiel um den fünften Platz. „Wir haben alles in die Waagschale geworden und eins unserer besten Spiele im gesamten Turnierverlauf gemacht“, freute sich der Nationaltrainer. „Wir hatten den mehrmaligen Europameister am Rande einer Niederlage.“Er sei, führt Bansa aus, „mit der Leistung und Einsatzbereitschaft wirklich hochzufrieden.“ Bester Werfer des DHB-Teams war Emil Paulik, der elf Punkte erzielten konnte vor Spezialist Fynn Hangstein (10).

Die direkte WM-Qualifikation hat die deutsche Mannschaft mit dem sechsten Platz zwar verpasst, dennoch fällt das Fazit des Turniers positiv aus. „Wir haben - auch, wenn wir unser großes Ziel nicht erreicht haben - große Fortschritte gemacht“, betonte Bansa.Bei der Europameisterschaft vor zwei Jahren war das DHB-Team noch Neunter geworden, diesmal gelang mit einer jungen Mannschaft der Schritt ins Viertelfinale. Bansa: „Unsere Fortschritte sind nicht nur in der Platzierung sichtbar, sondern auch spielerisch.“

 

Bei den DHB-Frauen reichte es im letzten Spiel um Platz neun nicht ganz für den erhofften Sieg zum Abschluss: Gegen Russland unterlag das DHB-Team von Nationaltrainer Alexander Novakovic am Sonntag mit 0:2 (24:28, 18:22). Beste Werferinnen waren Paula Reips und Isabel Kattner mit je zehn Punkten. „Es ist natürlich schade, dass wir die an sich sehr positive Europameisterschaft nicht mit einem Erfolg abschließen konnten“, bilanzierte Co-Trainer Tom Hankel. „Ich denke, dass die letztendliche Platzierung auch nicht den Leistungsstand der Mannschaft repräsentiert.“

Die extrem junge deutsche Mannschaft verkaufte sich in der Tat stark, besiegte Weltmeister Griechenland in der Hauptrunde und verpasste das Viertelfinale nur hauchdünn. Nach zwei Siegen gegen die Schweiz und Gastgeber Polen erwies sich Russland im letzten EM-Match als etwas routinierter, während das DHB-Team wiederholt Chancen ausließ. „Wir haben mit dem emotionalen Highlight, den Gastgeber im Shoot Out zu besiegen, unseren Abschluss auch gefunden - auch, ohne nun letztendlich auf Rang 9 zu stehen“, betonte Hankel, der sich mit der Entwicklung hochzufrieden zeigte. „Die Mannschaft ist im Turnierverlauf viele kleine Schritte gegangen, die sich zu einem großen Gesamtschritt summieren.“

Nach dem letzten (2015) bzw. vorletzten Platz (2017) ist der zehnte Rang ein deutlich besseres Endresultat. Auch in den Spielen war der Fortschritt in der Mannschaft deutlich zu sehen war. Das hob auch Jens Pfänder hervor - und dieser Trend stimmte positiv für die Zukunft. „Für den Moment tut die Niederlage gegen Russland sicherlich weh, aber der zehnte Platz ist - gerade in der Art und Weise, wie die Frauen sich hier präsentiert haben - aller Ehren wert“, erklärte der Delegationsleiter. „Sie haben den DHB ganz hervorragend vertreten und es ist ein Team, auf das wir in der Zukunft aufbauen können.“

Wir gratulieren unseren bayerischen Spielerinnen und Spielern Amelie, Jana, Magdalena, Isabel, Lena, Christine, Lucie, Paula, Kirsten, Felix und Emil herzlich zu den erfolgreichen Platzierungen in Polen!

 

Text: DHB, Bilder: Julia Nikoleit

 

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