Bayerischer Handball-Verband
E-Mail
Facebook
Suchen
Menü

Nachruf für Adi Potzler (ASV Pegnitz)

Adi Potzler, Träger der Silbernen Bürgermedaille der Stadt Pegnitz, ist am Freitag nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 84 Jahren verstorben. Das "Urgestein des Pegnitzer Handballs" engagierte sich seit 1949 für den Handball.


Adi Potzler, Träger der Silbernen Bürgermedaille der Stadt Pegnitz, ist am Freitag nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 84 Jahren verstorben.
Das "Urgestein des Pegnitzer Handballs" engagierte sich seit 1949 für den Handball.
Zu diesem Sport kam Adi Potzler, der von sich sagte, dass er im Leben Glück gehabt habe, da die Handballausrüstung für das Großfeld günstiger war, als die Fußballschuhe. Der Handballer Adi Potzler war in vielerlei Hinsicht ein Glücksfall für den Oberfränkischen Handball. Er war ein erfolgreicher Spieler und geachteter Funktionär.
Nach seiner Spielerkarriere, unter anderem spielte er während seiner Ausbildung in Coburg in der Landesliga, begann 1973 seine lange Karriere als Funktionär: Zunächst als stellvertretender und ab 1977 bis 1988 als 1.Abteilungsleiter beim ASV Pegnitz. Über den heimischen Verein hinaus engagierte sich Adi Potzler für den Handballsport So war er 19 Jahre Kreisvorsitzender im Großkreis Bayreuth, Pegnitz, Kulmbach und 19 Jahre zweiter Bezirksvorsitzender für Oberfranken. Für Seine Verdienste um den Handballsport wurde Adi Potzler zum Ehrenmitglied der Bezirksspielleitung ernannt. 1992 erhielt er die BHV Ehrennadel in Gold.
Nicht vergessen werden darf seine Tätigkeit als Schieds- und Kampfrichter für die Ober- und Landesliga.
Ab Mitte der 1980er Jahre war Adi Potzler Mitglied im Sportältestenrat der Stadt Pegnitz mit dem Tätigkeitsbereich Hallensport, ab 2001 sogar sein Sprecher.
Es ist der Aufmerksamkeit von Adi Potzler zu verdanken, dass die Christian - Sammet - Halle in Pegnitz als Dreifachturnhalle gebaut wurde. Als technischer Mitarbeiter im Landratsamt erhielt Potzler die Baupläne zur Prüfung. Obwohl eine Dreifachturnhalle bewilligt worden war, enthielten die Baupläne jedoch nur eine Zweifachhalle.
Bei Landrat, Bürgermeister, Stadtrat und Sportreferent drängte er solange auf die Änderung des Bauplanes, bis die Dreifach-Version durch war. 1973 stand die Halle. Noch einmal bewies Adi Potzler seine Hartnäckigkeit als er die Baupläne einer Halle in Bayreuth prüfte. Diese Halle war für den Handballsport 2 m zu schmal geplant. Er rief OB Hans-Walter Wild an und brachte ihn und den Stadtrat dazu, die Halle um zwei Meter zu erweitern — obwohl die Fundamente schon standen.
Wären diese Hallen nicht in einem für den Spielbetrieb erforderlichen Maß gebaut worden, hätte es diese Sportart in der Region nicht zu jenem Höhenflug gebracht.

Als er Jahre später die silberne Ehrennadel der Stadt bekam, sagte der damalige Bürgermeister Manfred Thümmler: „Eigentlich könnte die Sammethalle ,Adi-Potzler- Halle‘ heißen.“
Der Ehrenvorsitzende des Bezirkes Oberfranken, Erich Bilek würdigt Adi Potzler mit den Worten:
„Die Zusammenarbeit mit meinem Vertreter war ausgezeichnet, denn Adi war ein ruhiger, stets aufmerksamer und nie aufdringlicher Kollege. Hat wenn ich mal zulegte, alles wieder zur Ruhe gebracht. Wenn ich ihn brauchte war er da und hat seine Aufgaben immer sorgfältigst erledigt. Adi war mir 20 Jahre vielen Dingen eine stets freundliche Hilfe.“
Die Handballer des Bezirks Oberfranken werden Adi Potzler daher immer als das Gesicht von Pegnitz in Erinnerung behalten und ihm ob seiner Verdienste in allen Ehren gedenken.
Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet am Freitag, den 14.6.2019 in der St. Kunigundenkirche in Pottenstein statt.

zurück zur Übersicht


Top