Bayerischer Handball-Verband
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Der BHV zu Besuch in Coburg

Am vergangenen Wochenende besuchten BHV-Präsident Georg Clarke und BHV-Vizepräsident Ben Schulze den HSC 2000 Coburg zum Erfahrungsaustausch und sahen das Achtelfinalspiel um die Deutsche Meisterschaft der Coburger B-Jugend sowie das Bayernderby der zweiten Bundesliga Coburg gegen Rimpar. Zudem wurden die B- und C-Jungs des HSC 2000 Coburg geehrt, sie sind jeweils Bayerischer Meister der Saison 2018/2019 geworden.


Im Gespräch mit Stefan Apfel (Vorstand HSC Coburg), Andreas Müller (Vorstand Sport Coburg), Michael Häfner (Geschäftsführer), Jan Gorr (Trainer Bundesligamannschaft) und Martin Röhrig (Jugendkoordinator) standen die Themen Leistungssportförderung, Imagesteigerung undd Stellenwert des Handballs in der Region Oberfranken im Mittelpunkt. Zudem soll ein Netzwerken auf sportfachlicher, wirtschaftlicher und sportpolitischer Ebene aufgebaut werden. 

Die gute Zusammenarbeit zwischen dem HSC 2000 Coburg und dem Bayerischen Handball-Verband soll weiter ausgebaut und genutzt werden, das war nicht nur das Ziel der Gespräche, sondern soll auch weiterführend so umgesetzt werden. Durch den sportlichen Stellenwert und die erfolgreiche Nachwuchsarbeit in der Spitze und Breite stellt der Verein einen wichtigen Partner in der Weiterentwicklung des Handballs in Bayern dar. Die Zusammenarbeit soll vor allem auf den Ebenen Leistungssport, wirtschaftliche Ausrichtung und sportpolitische Stellung weiter ausgebaut werden.Insbesondere der Bereich Netzwerke in der Sportpolitik soll durch eine Zusammenarbeit mit allen bayerischen Vereinen im Bereich der 1. und 2. Liga durch den BHV zusammengeführt werden.

Die Verantwortlichen des BHV Clarke und Schulze sehen durch das Treffen mit Coburg eine deutliche Weiterentwicklung des Verbands mit seinem seiner Leistungssportvereinen. Das Höhepunkt des Terffens war das Bayernderby in der 2.Liga zwischen Coburg und Rimpar, das die Gastgeber mit 24:20 für sich entschieden. 

Die gute Jugendarbeit des HSC 2000 Coburg zeigt sich auch durch die Erfolge der B- und C-Jugenden. Sie beide haben sich in der abgelaufenen Saison an die Tabellenspitze der Bayernliga gespielt und wurden von Clarke und Schulze dafür geehrt. 

B-Jugend Meistertrainer Jens Pussert hat sich im Anschluss einigen Fragen des BHVs zum Thema Leistungssport in Coburg gestellt: 

Eine unglaublich erfolgreiche Saison liegt hinter dem HSC 2000 Coburg im Bereich Jugend. Bayerischer Meister in der C- und B-Jugend, Nord-Cup Sieger mit der D-Jugend und Jugendbundesliga-Luft in Coburg, war das die vielleicht erfolgreichste Saison für Euch?

Sicherlich konnten wir noch nie so viel Titel auf höchster bayerischer Ebene in einer Saison holen, ein Umstand auf den alle Beteiligten schon sehr stolz sein können. Allerdings trübt das ziemlich schwache Abschneiden der beiden zum Anschlussbereich gehörenden Mannschaften, A- Jugendbundesliga und Drittliga-Team, schon etwas die Gesamtstimmung. Hier war man schon mal weiter und sollte versuchen dies auch schnellstmöglich wieder zu verbessern.     

Wie schafft ihr es, in allen Altersklassen im männlichen Bereich auf Top-Niveau zu spielen?

Das wichtigste ist die tägliche, und ich sage bewusst tägliche, Arbeit mit den Jungs, in- und außerhalb der Halle. In den letzten Jahren wurden die Umfänge der Trainingsarbeit extrem erhöht, qualitativ und quantitativ. Alle Altersstufen trainieren mit der ihrer Entwicklung entsprechenden, maximalen Anzahl von Trainingseinheiten im Handball- und Athletikbereich.

Die Qualifikation für die kommende Saison steht vor der Türe, ihr habt auch in diesem Jahr wieder für die Jugendbundesliga gemeldet. Was sind Eure Ziele für die Spielzeit 2019/2020?

Ziel ist beim HSC immer die stetige Weiterentwicklung unserer Spieler. Schaffen wir dies, dann schaffen wir auch, dass unsere Mannschaften in den höchsten Ligen antreten. Dazu zählt natürlich die Jugendbundesliga. 

Auch in den BHV-Kadern sind die Coburger Jungs zahlreich vertreten, bei der Bayerischen Meisterschaft der Bezirke wurde Jonas Ratschker ins Allstar-Team gewählt. Was bedeutet das für den HSC?

Das sind super Momentaufnahmen und machen den Spieler natürlich selbst und alle um ihn herum sehr stolz. Für den HSC bedeuten Berufungen in die Kader genauso wie etwaige Titel die Bestätigung der Arbeit und schaden sicherlich nicht der Außendarstellung.

Wie sieht der Coburger Weg im Bereich Nachwuchsausbildung für die kommenden Jahre aus?

Der „Coburger Weg“ wird sich wohl in den kommenden Jahren nicht entscheidend ändern. Er ist ja schon zu einem gewissen  Begriff geworden und durchaus erfolgreich. Im Nachwuchsbereich sollte er sich neben erfolgreichem Scouting und Recrouting von Talenten von Außerhalb weiter vor allem auf die Förderung und Ausbildung von heimischen Jugendlichen konzentrieren. Ideal wäre es natürlich wenn es diese, eigenen Spieler es dann sogar in unseren Profibereich schaffen.

Welche Trainingsinhalte sind die Schwerpunkte in Eurem Jugendbereich, um für eine erfolgreiche Ausbildung von Nachwuchsspielern zu garantieren?

Neben dem reinen Handballtraining sicher die Athletik mit allen seinen Facetten. Im Handball hauptsächlich die individuelle Ausbildung, mittlerweile auch sehr stark im taktischen Bereich.

Was ist Eure Strategie um die Nachwuchsspieler in den Leistungssportbereich der Erwachsenen zu integrieren?

Das ist wohl eine der größten Herausforderung im Sport überhaupt und auch wir haben sicherlich nicht die eine entscheidende Strategie dafür. Starke Mannschaften im Anschlussbereich und individuelle Maßnahmen für die einzelnen Spieler helfen hier sicherlich. Letztendlich liegt es aber vor allem an dem Spieler selber den letzten Schritt zu gehen. Umfänge nochmal erhöhen, noch mehr fokussieren und damit den Trainern der Herrenmannschaften gar keine andere Wahl zu lassen als ihn einzusetzen.

Wir bedanken uns für die interessanten Gespräche und das Interview mit Jens Pussert und wünschen viel Erfolg bei der Qualifikation. 

 

 

 

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