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Günzburg macht Türe zur Bundesliga - Klassenerhalt weit auf

Nach dem eher nervös-zaghaften Auftritt beim Heimsieg gegen SV Zweibrücken 64 vor Wochenfrist, gelang der VfL-A-Jugend im wichtigsten Jugendpunktspiel seit Jahrzehnten Saison-Bestleistung und ein verdienter 28:33-Auswärtserfolg (Halbzeit: 11:15). Die Schwaben haben damit das Tor zum Klassenerhalt ganz weit aufgestoßen. Die JSG Echaz-Erms, SV Zweibrücken 64 und der VfL Günzburg haben damit alle 18 : 24-Punkte. Die Günzburger mit drei Siegen im direkten Vergleich allerdings die Nase vorne.


Die Spielgemeinschaft aus den württembergischen Traditionsvereinen VfL Pfullingen und TSV Neuhausen/Erms wollte unbedingt gewinnen. Mit Axel Goller hatten sie einen Linkshänder aufgeboten, der vom Drittligisten VfL Pfullingen an Frisch-Auf Göppingen ausgeliehen ist und dort auch schon Erstliga-Einsätze feiern durfte. Insgesamt sollte der Rechtsaußen acht Treffer erzielen und so zum besten Werfer seines Teams werden. Auch die Körpersprache der Gastgeber war Sieges-gewiss.

Vor 120 Zuschauern darunter ein Drittel aus Günzburg erzielte Jonathan Stegmann das 0:1 für seine Farben. Die Jugendmannschaft rund um die Flüsschen Echaz und Erms versuchte es anfangs mit Härte, hatte sich mit den Schiedsrichtern schnell ein zweites Feindbild aufgebürdet - wirkte fahriger. Der VfL war focussiert. Bis zum 5:6 durch Axel Goller war es arg eng, führen sollten die Württemberger übrigens nie. Just in dieser Phase packten Devin Ugur, Lukas Bär und Johannes Rosenberger einen Dreierpack aus und entfleuchten erst einmal auf 6:10. Im Handball ist das keine Vorentscheidung, aber es gab Sicherheit. Nicht nur auf dem Feld, sondern auch auf den Tribünen schien der VfL Herr des Verfahrens zu sein, denn mittlerweile waren die Trommler von der 1. Männermannschaft  eingetroffen und machten mit einem Höllenlärm das Spiel zum VfL-Spektakel. Nur beim VfL trommelt eine 1. Männermannschaft für ihre Jugend!

Die JSG rang mit seinem wuchtigen Rückraum um Anschluss. Trotz großartiger VfL-Abwehr wackelten die Schützlinge von Sandro Jooß beim 11:13 ein wenig. Doch Fabio Bruno zeigte nun phantastische Paraden. Auch auf die Torhüter war an diesem Tag Verlass, Siebenmeterkiller Martin Freund hatte schon kurz davor gewohnt erbarmungslos zugeschlagen. Es war die kritischte Phase im Spiel, da der umsichtige Spielmacher Devin Ugur eine Zeitstrafe erhielt. Tim Hafner, der spät von der Bank kam und mit sieben "Granaten" noch zum besten Werfer seines Teams werden sollten und David Pfetsch, der in dem Spiel zum "Knittl" wurde machten zwei ganz wichtige "Buden". 11:15 war ein beruhigender Halbzeitstand.

Erst kamen die württembergischen Schwaben wieder heran. Das 14:16 bedeutete unangenehme Tuchfüllung. Tim Hafner antwortete, clever in Szene gesetzt, und ließ es zweimal laut krachen. Im Tor war mittlerweile Niko Henke gekommen, der mit seiner körperlichen Präsenz und gutem Stellungsspiel seiner Abwehr zusätzliche Sicherheit gab. Die Gastgeber kamen nicht so recht heran und testen den "Siebten Feldspieler" als Notretter. Wie so oft brachte das wenig. Frech erzielte der VfL zwei Tore vom Anspielpunkt ins leere Tor. Beim 17: : 20 war Entscheidungsreife. David Pfetsch, Devin Ugur und Kämpfer Louis Dück trafen. So stand es in der 49. Minute 20:27. Die Günzburger dominierten mittlerweile die Begegnung ohne an Entschlossenheit zu verlieren. Das 28:33 war ein gerechtes Endergebnis.

"Urlaub statt Quali" ist bei einem ausstehenden Spieltag immer noch nicht handfest. Ein Spieltag steht nämlich noch aus. Hier muss der Blick auf die Restprogramme gerichtet werden:

Zweibrücken SV muss nach Bittenfeld. Die Rhein-Neckar Löwen empfangen die JSG Echaz-Erms. Und Frisch-Auf Göppingen darf nach Günzburg.

Die Rhein-Neckar Löwen stehen weit über der Liga und werden sich in ihrem letzten Heimspiel vor dem Einstieg in den Kampf um die Deutsche Meisterschaft keine Blöße mehr geben. Für die Bittenfelder und die Göppinger geht es um Platz 2. Beide werden Vollgas geben. Bittenfeld muss gewinnen und Frisch-Auf beide Punkte  lassen, nur dann hat der TV noch eine Chance auf die Vizemeisterschaft, das treibt an. Der VfL ist am letzten Spieltag gerne das Zünglein an der Waage. Endlich mal frei und vermutlich vollzählig spielen.

Abteilungsleiter Armin Spengler hat der Mannschaft gegen Frisch-Auf 100 Freikarten zur Verfügung gestellt, die Begegnung hat uralte Tradition und war in den letzten Jahren schon immer ein JBLH-Zuschauermagnet. Die VfL-A-Jugend würde sich über eine volle Nordtribüne sehr freuen, vielleicht gibt es ja danach mal wieder was zu feiern beim VfL:

Trotz "Bodenlosigkeit" und schwierigen Hinrunden könnte es das beste VfL-Jahr der Leistungsmannschaften werden. Bayernliga-Männer werden zwar nicht Hofmeisters Drei-Jahres-Plan erfüllen, aber ihr bestes Bayernliga-Ergebnis erzielen.Die Damen sind voll im Aufstiegsrennen zur Bayrischen Elite-Liga und das JBLH-Team könnte erstmals seit sechs Jahren Osterferien genießen.

 

 Bericht und Bild: VFL Günzburg 

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