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Rene Ingram in Runde 3 der WM-Quali

Keeper Rene Ingram von Brooklyn United ist Erfolgsgarant für die US Junioren und mit diesen eine Runde weiter bei der U21 WM Qualifikation.


Die Vorzeichen waren nicht gut für dieses wichtige Turnier, fehlten doch vier zentrale Leistungsträger und mussten mit bisher international unerfahrenen Spielern ersetzt werden. Der schwedische Coach Pierre Binderis war froh, dass er auf seinen Stammtorwart zählen konnte und hatte alle Hände voll zu tun das Team kurzfristig konkurrenzfähig umzubauen.

Ins Turnier ging es für die US Junioren gegen Martinique, die ihrerseits kräftig nachgerüstet hatten und als Abspinn der Handballnation Frankfreich nicht auf die leichte Schulter zu nehmen sind. Die Nordamerikaner starteten sehr verfahren in die Partie und  lagen schnell mit 0:3 hinten, was so garnicht nach dem Geschmack von Teamkapitän Ingram war. Lautstark äußerte er seinen Unmut, forderte mehr Konzentration im Angirff und bessere Defensivleistung. Das zeigte promt Wirkung, denn der 19 jährige ist mit über 30 internationalen Einsätzen der "alte Hase" im Team  und genießt den Respekt von Trainer und Mannschaft gleichermaßen. Die US Boys um Spielmacher Giona Dobrani holten auf und es entwickelte sich ein harter Abwehrkampf, den die Nordamerikaner für sich entscheiden konnten. 

Viel Zeit zum Enspannen blieb nicht, weil am nächsten Tag bereits Mexico wartete, ein nicht ganz unbekannter  aber unbequemer Gegner. Die  letzten drei Kräftevergleiche gingen zugunsten der Stars n' Stripes aus und das sollte sich nach Möglichkeit auch nicht ändern. "Mein Ziel für die Mannschaft ist eigentlich immer der Sieg und für mich persönlich  möglichst wenig Gegentore zu kassieren" sagt der Erlanger Torwart und ergänzte ernst "dass wir in den letzten zwei Sekunden den Ausgleich hinnehmen mussten war besonders ärgerlich, aber Mexico ist ein schwieriger Gegner und bei uns fehlt vielen Spielern noch die Routine,  was unter Druck zu Ballverlusten führte.  Das 25:25 war in dem Fall unglücklich aber leistungsgerecht, wir haben uns den Kopf nicht darüber zerbrochen" aber wir waren gewarnt. 

Am Tag darauf ging es gegen Guadeloupe die mit großgewachsenen sehr sprungstarken Rückraumspielern aufwarteten. Die erste Halbzeit war es ein zähes Ringen, bei dem sich keine Mannschaft absetzen konnte. Zu Beginn der zweiten Halbzeit drehten die Binderis Boys auf und setzten sich mit 6 Toren ab. Dass das auch dringend nötig war, zeigten die letzten Minuten, als es noch einmal richtig knapp wurde, aber man sich letzendlich mit einem souverän parierten Tempogegenstoß des Erlanger Keepers Ingram mit 23:24 durchsetzen konnte. Zwei wichige Punkte, die den Einzug ins Finale sicherten. 

Dort wartete wieder Mexiko, die ebenfalls  nur im Vergleich mit der USA einen Punkt liegengelassen hatten.  Die erste Halbzeit war eine eher ausgeglichene, torarme Partie und der US Nachwuchs ging nur Aufgrund zwei parierter Siebenmeter von Rene Ingram  mit einem knappen 11:12 Vorsprung in die Pause. Entweder war es der Pausentee oder die Ansprache vom schwedischen  Coach Pierre Binderis, auf jeden Fall kam Team USA mit ordentlich Zug zum Tor aus der Pause. Hinten verriegelte Ingram  hinter der jetzt sehr dynamischen auftretenden Abwehr das Tor und es ging Zug um Zug dem Sieg entgegen. Mexiko wirkte fast hilflos und fand keine Mittel gegen diesen Druck. Mit bis zu acht Toren ging man in Front und ließ nicht mehr locker. Auch die offene Manndeckung von Mexiko in den Schlussminuten, brachte nicht den gewünschten Erfolg, sondern nur noch etwas Ergebniskosmetik zum Endstand von 28:23. 

Ein überglücklicher Trainer Binderis freute sich mit der Mannschaft und fand nur lobende Worte für den gezeigten Kampfgeist und Keeper Ingram. "Er war unser Fels in der Brandung, die letzte Bastion und er hat unsere Erwartungen wieder voll erfüllt. Hochkonzentriert, mit grandiosem Stellungsspiel, Spielverständnis und Regelsicherheit gab er den neuen Spielern den nötigen Rückhalt trotz zeitweisem Rückstand in vorhergegangenen Spielen immer cool und besonnen zu bleiben. Ohne ihn hätten wir es sicher nicht geschaftt", fand der hochzufriedene Juniorencoach. "Jetzt geht es in Runde drei,  die Interkontinentalen Meisterschaften, wo wir hoffentlich wieder mit der kompletten Mannschaft antreten können und  alles geben werden das Endziel WM Qualifikation zu erreichen."

Photo credit: Tom Anson of Hot Potato Creative

Bericht: USATH Social Media

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