Bayerischer Handball-Verband
E-Mail
Facebook
Suchen
Menü

Rene Ingram im Olympiaqualifikationskader der USA

Erster Einsatz im Herrennationalteam für den talentierten 19 jährigen Nachwuchskeeper der TV 1861 Erlangen Bruck.


Auf dem Weg zu seinem erklärten Ziel Olympia, erreichte den deutsch-amerikanischen Torhüter vom TV 1861 Erlangen Bruck noch früher als erwartet die erste Chance - er steht im Olympiaqualifikationskader der USA. Seine hervorragenden Leistungen im Trikot der U19 und U21 haben den neuen Coach Robert Hedin (Schweden) restlos überzeugt. "Wir wollen ein junges, schlagkräftiges Team aufbauen und Rene ist ein absolutes Top-Talent. Wir sehen ihn als zentrales Modul für die Zukunft" erklärt der Trainer, "die körperlichen Voraussetzungen sind ideal, er hat ein großartiges Stellungsspiel, schnelle Reaktionen und ist ein absoluter Teamplayer, der alles für seine Mannschaft gibt". "Außerdem hat er auch noch einen klugen Kopf auf den ziemlich breiten Schultern", ergänzt Co-Trainer Mark Ortega schmunzelnd, der den Erlanger FAU Studenten jetzt schon länger begleitet. "Er geht sehr kritisch mit seiner eigenen Leistung um und bringt in der Strategiebesprechung interessante Impulse"analysiert er.

Zuletzt hat Ingram als Kapitän der U21 wieder eine überragende Leistung gezeigt und seine Mannschaft souverän und ohne Punktverlust durch die erste Runde der IHF Trophy auf dem Weg zur WM 2019 in Spanien geführt. "Er hatte einen Sahnetag und unsere Flügel komplett lahm gelegt", sagt der Kanadische Coach bedauernd, "aber auch Martinique hat er nebenbei einfach mal so platt gemacht und nur 13 Gegentore gegen den Abspinn der Handballnation Frankreich kassiert". Auch Kommentator Dennis Berkholtz, selbst ehemaliger WM und Olympiateilnehmer schwärmt von dem Erlanger Keeper "Er hat eine großartige Zukunft, wenn er im Handball bleibt. Ich bin seit 50 Jahren im Handball unterwegs, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt von so einem jungen Spieler, er verspeist die Bälle wie Melonen zum Frühstück, einfach Weltklasse“.

Los geht es mit einem Trainingslager in Dormagen (3. bis 11. August), wo man unter anderem gegen 4 Bundesligisten testen wird. Am 2. September findet dann die erste Runde der Qualifikation statt, ein Heimspiel in Auburn USA gegen die Auswahl aus Kanada und am 5. September das Rückspiel in Montreal, Kanada. "Gewinnen wir hier, wäre das erste Hindernis auf dem Weg zu den Tokyo Games (2020) schon mal aus dem Weg geräumt und darauf bereiten wir uns sehr intensiv vor", sagt Ingram. Bei einem Erfolg über Kanada, kommt als nächstes ein interkontinentales Turnier, bei dem sie sich in einem sehr dichten Teilnehmerfeld von 12 Mannschaften direkt für den olympischen Event qualifizieren können. Im Falle einer Niederlage wäre die Entscheidung noch einmal vertagt und der weitere Weg abhängig von einem Doppel-Erfolg gegen den Drittplatzierten der Pan American Games, Chile.

 Text und Bild: USATH

 

zurück zur Übersicht
Top