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Fantastische Atmosphäre beim Länderspiel-Doppelpack

Die WM-Generalprobe in der Olympiahalle ist mehr als gelungen! Ein begeistertes bayerisches Publikum bot beiden Teams 120 Minuten lang eine lautstarke Kulisse, die die deutschen Frauen in den Schlussminuten vielleicht zum 30:29 Erfolg über Polen getragen hat, die 25:30 Niederlage der Männer gegen den Vize-Weltmeister Norwegen aber nicht verhindern konnte.


Alle vier Trainer bedankten sich in ihren Pressestatements bei den insgesamt 9.700 Fans in der Olympiahalle für die fantastische und WM reife Atmosphäre über 120 Minuten beim Länderspiel-Doppelpack. Die deutschen Damen eröffneten die ausgelassene Handballparty mit sehenswertem Tempohandball gegen ebenbürtige Gegnerinnen aus Polen. Anna Loerper zeigte in ihrem 246. Länderspiel noch einmal eine starke Leistung, übte enormen Druck auf der Mittelposition aus und erzielte drei sehenswerte Treffer. In den letzten 90 Sekunden wurde sie vom Publikum mit Standing Ovations gebührend verabschiedet. Obwohl es für beide Frauenteams das dritte Spiel innerhalb weniger Tage war, konnten beide Mannschaften die Zuschauer mit Tempohandball begeistern. Das Tempospiel weiter auszubauen sei auch das Ziel für die EM vom 29. November bis 16. Dezember, so Henk Groener im Anschluss, der viel durchwechselte und in der entscheidenden Schlussphase auch auf das taktische Mittel der 7. Feldspielerin setzte und durch ein Tor der Kreisläuferin für seinen Mut belohnt wurde. Im Anschluss an das Spiel erfolgte dann die offizielle Verabschiedung von Anna Loerper und weiteren Nationalspielerinnen, darunter auch Isabell Klein, die sichtlich ergriffen ins Rund der Olympiahalle blickte. Die Abschiedsgeschenke wurden von DHB-Präsident Andreas Michelmann gemeinsam mit DHB-Vize und BHV-Präsident Georg Clarke überreicht. "Es war so, wie ich es mir gewünscht habe. Danke an die Zuschauer, die das Spiel für mich zu einem besonderen Moment gemacht haben. Bei der letzten Auszeit hatte ich Tränen in den Augen, das hat mich überwältigt.", sagte Loerper bei Sport1.

Vor dem Spiel der deutschen Männer gegen Norwegen warb unser Münchner WM-Botschafter Dominik Klein für die Heim-WM: „Ich werde bei der WM-Auslosung am 25. Juni in Kopenhagen dabei sein und uns ein paar tolle Mannschaften holen. Aber egal welche Teams hier spielen, es wird eine fantastische Stimmung geben.“

Auch im zweiten Teil des Doppelpacks sah es zunächst nach einer spannenden Partie mit offenem Ausgang aus. Steffen Weinhold trug sich als erster in die Torschützenliste ein und setzte als Vorbereiter Julius Kühn immer wieder gut in Szene. Beim Stand von 15:15 wurden die Seiten gewechselt. In der zweiten Halbzeit fand das Team von Christian Prokop dann leider im Angriff gar nicht mehr ins Spiel – die Fans mussten eine lange Torflaute hinnehmen, da die deutschen Werfer ein ums andere Mal an dem starken norwegischen Torhüter scheiterten. Die Norweger nutzten diese Schwächephase gekonnt aus und setzten sich gegen eine fehleranfällige deutsche Mannschaft vorentscheidend auf 19:24 ab. Bester deutscher Werfer war Kapitän Uwe Gensheimer mit acht Toren. „Meine Mannschaft hat in der ersten Halbzeit gut gefightet und in einem intensiven Spiel hohen Einsatz gezeigt. Allerdings haben wir in der Abwehr nicht den richtigen Zugriff auf den Halbpositionen bekommen. Das wollten wir im zweiten Durchgang verbessern, was leider nicht gelungen ist. Dazu kamen dann noch die schlechte Trefferquote und wechselbedingte Abstimmungsprobleme.“ so Bundestrainer Prokop in seiner Analyse der 25:30 Niederlage. „Trotzdem haben wir die Begeisterung für ein Wiedersehen bei der WM im Januar 2019 geweckt.“ Das Duell mit dem Vize-Weltmeister diente bereits als Härtetest für das Highlight vor der Haustür in sieben Monaten.

Dieser Meinung schloss sich auch Steffen Weinhold an, für den sich mit diesem Länderspiel ein Kreis geschlossen hat: „Als Kind habe ich mein erstes Länderspiel in der Olympiahalle gesehen. Deshalb hat es mich besonders gefreut, dass wir vor so vielen handballbegeisterten Kindern und Jugendlichen gespielt haben, die mit ihren Vereinen hier waren. Ich denke, das war das wichtigste an diesem Abend.“

 

   

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