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Heiner Brand: "Ich freue mich auf die immense Begeisterung des Publikums"

In vier Tagen findet das Doppelländerspiel in der Olympiahalle statt. Heiner Brand wird als Ehrengast mit weiteren 78er Weltmeistern dabei sein. Auch er hat uns im Vorfeld einige Fragen über seine Erwartungen an die Länderspiele der Ladies und Bad Boys sowie die Heim-WM 2019 beantwortet.


Herr Brand, was erwartet die bayerischen Handballfans beim Doppelländerspiel am kommenden Mittwoch in der Olympiahalle?

Brand: „Für die deutsche Männernationalmannschaft ist die Partie gegen Norwegen ein wichtiger Schritt in der Vorbereitung auf die WM 2019 im eigenen Land. Da wird sicherlich hochklassiger Handballsport gezeigt. Bei den Damen habe ich insbesondere die Entwicklung unter Michael Biegler verfolgt. Ich werde das Spiel gegen Polen unter dem neuen Bundestrainer ebenfalls mit großem Interesse verfolgen.“ Mit der EM-Qualifikation hat das DHB-Team das erste gemeinsame Ziel bereits erreicht (Anmerkung der Redaktion).

Die Olympiahalle war ja 1972 Austragungsort für die Olympischen Handballwettbewerbe und hat eine ganz eigene Handball-Historie. Welche Erinnerungen verbinden Sie mit der Spielstätte?

Brand: „Die olympischen Handballspiele 1972 habe ich nicht gesehen, das war zu meiner Zeit bei der Bundeswehr. Aber ich erinnere mich natürlich an den ersten großen internationalen Sieg und den ersten wichtigen Sieg unter Vlado Stenzel drei Jahre später gegen die DDR in München. Im Team der Ostdeutschen waren damals großartige Spieler, zu denen wir aufgeschaut haben. Der Sieg über die DDR war der Grundstein für die Teilnahme an den Olympischen Spielen und ein sensationeller Erfolg in der Olympiahalle, den man natürlich nie vergisst. Ich erinnere mich aber auch gerne an das letzte Vorbereitungsspiel vor der Heim-WM 2007; da haben wir ebenfalls dort gegen Ägypten gespielt. Vielleicht ein gutes Omen!“

Was erwarten Sie von der deutschen Nationalmannschaft bei der Heim-WM 2019?

Brand: „Ich denke, dass wir vorne dabei sein werden. Eine Portion Glück gehört natürlich auch dazu. Aber die Tatsache, dass wir einen sehr breiten Kader haben mit sehr vielen guten Spielern, die in ihrer Entwicklung noch nicht am Ende sind, stimmt mich optimistisch. Die Bundesligavereine sind inzwischen viel mehr bereit, mit jungen Talenten zu arbeiten und diese auch auf zentralen Positionen einzusetzen. Das war zu meiner Zeit als Bundestrainer noch nicht so.“  

Wird die WM-Vorrunde in München ein internationales Handballfest?

Brand: „Davon gehe ich aus, dass die bayerischen Handballfans und die Verantwortlichen alles dafür tun werden! Auch wenn man mit dem HC Erlangen in Bayern nur einen Erstligisten hat, herrscht eine angenehme Handballatmosphäre und eine immense Begeisterung des Publikums.

Wie wirkt sich die Heim-WM auf den Handballsport allgemein aus? Wie können Vereine die WM nutzen?

Brand: „Das müssen die Marketing-Experten wissen und beantworten. Eine sportlich erfolgreiche Heim-WM bedeutet einen Schub für den Handballsport. Ob der Zulauf an jungen Leuten wieder so sein wird wie 2007 – ich würde es mir wünschen!“

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