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Heimsieg im Gipfeltreffen beschert TV Grossswallstadt die Meisterschaft in der 3. Liga

Zum ersten Mal seit fast drei Jahrzehnten hat der TV Großwallstadt nach seinem 23:22-Heimsieg gegen die zweite Mannschaft des HC Erlangen wieder eine Meisterschaft in Elsenfeld gefeiert. Der Traditionsverein vom Untermain ist zumindest ein Stück weit zurück auf der nationalen Handballkarte. Seit Sonntag stehen Meisterschaft und Aufstiegsrecht endgültig fest.


Dem zuvor gegangen war allerdings im Spitzenspiel Tabellenerster gegen Zweiter ein hartes Stück Arbeit. Auf dem Feld wurde mitunter mit harten Bandagen zu Werke gegangen. So war es in der Anfangsphase bei den Hausherren immer wieder Michael Spatz, der an den Siebenmeterstrich ging. Durch den bereits dritten verwandelten Strafwurf brachte er den TVG nach zehn Minuten mit 5:4 in Führung. Der HCE ließ sich trotz mitreißender Stimmung in der Halle allerdings nicht von seinem Kurs abbringen und zog Mitte der Halbzeit sogar selbst in Führung. Zumindest einen Punkt brauchte Großwallstadt unter dem Strich, um sich bereits vorzeitig zum Meister zu küren. Dieses Unterfangen schien noch schwieriger zu werden, als die beiden Unparteiischen Mario Stark infolge eines Foulspiels in der 24. Minute disqualifizierten. Bis dahin war der Rückraumspieler treibende Kraft im Spiel seiner Mannschaft. Erlangen zog nun sogar mit 10:12 in Front, der TVG konnte nur aufschließen.

Paarung auf Augenhöhe
Dennoch war angesichts eines 13:14-Halbzeitstandes auch im zweiten Abschnitt noch für jede Menge Spannung gesorgt. „Ich habe mich nicht umsonst heiser gebrüllt“, bekannte Großwallstadts Trainer Manfred Hofmann nach der Partie, „schon die ganze Woche habe ich schließlich damit gerechnet, dass uns Erlangen alles abverlangen wird. Es war dann ja auch ein enges und dramatisches Spiel, zwar mit technischen Abstrichen, aber kämpferisch eines der besten, die ich gesehen habe.“ In diesem ging der Gast mit 14:16 durch Maximilian Lux nach 37 Minuten ein letztes Mal mit zwei Toren Unterschied in Führung, danach drehten sich die Kräfteverhältnisse ganz allmählich. Wobei der TVG immer noch auf dem ausgesprochen schmalen Grat zwischen Meisterschaft und Aufstieg oder weiterem Warten wandelte.

Erst fünf Tore in Folge ohne Gegentreffer, schienen die Weichen mehr und mehr in Richtung Sieg zu stellen. Dabei gelang es dem HCE tatsächlich noch einmal bis zur 57. Minute auf 21:21 auszugleichen, der Ausgang des Spiels war nun abermals offen. Florian Eisenträger warf die Gastgeber wieder in Front, und auf der Gegenseite war Artūrs Kuģis zur Stelle. Lars Spieß entschied dann, 90 Sekunden vor Spielschluss, mit einem von der Abwehr abgefälschten Wurf zum 23:21 die Partie endgültig zugunsten Großwallstadts. Der letzte Treffer des HCE zum 23:22 hatte nur noch statistischen Wert. Überglückliche Anhänger, Spieler und Verantwortliche lagen sich nach dem Schlusspfiff in den Armen. Fünf Spieltage vor Rundenschluss ist Großwallstadt bereits am Ziel Wiederaufstieg in die 2. Liga angekommen. Herzlichen Glückwunsch.

Text und Foto: www.tvgrosswallstadt.de

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