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Länderpokal: BHV-Auswahl verabschiedet sich mit Niederlage aus Berlin

Im Spiel um Platz 13 musste sich die männliche BHV-Auswahl dem HV Niederrhein mit 21:29 Toren geschlagen geben. BHV-Jungs haben sich unter Wert verkauft.


Das BHV-Team erwischte einen schlechten Start und lag nach sieben Spielminuten bereits mit 1:5 zurück. Für eine erfolgreiche Aufholjagd fehlte am Ende der Turnierwoche die Kraft, so dass der HV Niederrhein seinen Vorsprung über 16:10 in der Halbzeit bis zum 29:21 Endstand vergrößern konnte. Dino Mustafic war bester Werfer im BHV-Team mit 7 Toren.

Jochen Beppler, Chef-Bundestrainer Nachwuchs des Deutschen Handballbundes, würdigte die Leistungen aller Talente: „Wenn man gesehen hat, wieviel ihr emotional und körperlich investiert, dann haben die letzten Tage unheimlich viel Spaß gemacht.“ Die Nominierung für die Teilnahme am Länderpokal solle die Talente motivieren, „weiter in den Sport zu investieren “. Die Teilnahme könne nur ein Schritt auf der Karriereleiter sein; weitere müssten folgen. Und Beppler hoffte, dass die Talente Freude an dem haben, was sie tun und sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sind. „Lust ohne Anstrengung geht nicht, und Anstrengung ohne Freude wäre nur Maloche, also eine Arbeit, die man ungern macht.“ Die Lösung sei, Lust an der Anstrengung zu finden, Lust an der Leistung, „und das habt ihr in den letzten Tagen gelebt. Dafür unseren größten Respekt.“ 

BHV-Landestrainer Christoph Kolodziej haderte mit dem Abschneiden der BHV-Auswahl: „Mit dem 14. Platz hat sich die Mannschaft unter Wert verkauft. Wir hatten gute Typen, die punktuell Akzente setzen konnten, sich als Team aber nicht gefunden haben.“ Nachdem die Viertelfinalspiele nicht erreicht wurden, mangelte es vielleicht auch ein bisschen am Kampfgeist und an der Einstellung. Das Spiel gegen Mecklenburg-Vorpommern stand nach 50 Minuten unentschieden und wurde dann erst in der Verlängerung gewonnen.

In beiden Platzierungsspielen haben die Spieler zu wenig Laufbereitschaft in der Abwehr gezeigt und zu viele Zweikämpfe wurden verloren. Im Angriff war die Wurfquote im Rückraum und von den Außenpositionen insgesamt zu schlecht und die einfachen Tore aus dem direkten Langpassspiele vom Torhüter haben komplett gefehlt. Auch die Jugendbundesligaspieler blieben farblos. „Im Vergleich zu den Mannschaften auf den vorderen Plätzen waren wir einfach zu schlecht eingespielt und haben vorne oft unstrukturiert gespielt, weil wir auch keinen echten Spielmacher hatten.“ Mehr Maßnahmen, weniger Fehlzeiten und Teambuilding sind laut Kolodziej die Ansatzpunkte.

Im Endspiel zwischen Berlin und Hessen standen dann aber doch drei Bayern auf der Platte, die dann mit dem gastgebenden LV Berlin den Länderpokalsieg feiern konnten. „Das freut mich natürlich für unsere ehemaligen BHV-Kader Nils Lichtlein, Alex Coßmann und Gustav König und macht mich auch ein bisschen stolz, da sie zweieinhalb Jahre lang in den Fördermaßnahmen und Stützpunkten von uns betreut und gefördert wurden.“, so Kolodziej.

 

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