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3. Liga Süd: Aufsteiger schlägt Zweitligaabsteiger

Die Drittliganeulinge aus Herzogenaurach schlagen das Drittliga-Spitzenteam aus Haunstetten mit 26:20 — Bärenstarke Teamleistung als Basis des Überraschungserfolgs


Mit sechs Toren Differenz hat der Drittliganeuling in einer spannenden Partie den Zweitligaabsteiger TSV Haunstetten bezwungen. Nach ihrem besten Saisonspiel, vielleicht sogar dem besten Spiel, das je eine Herzogenauracher Damenmannschaft gegen einen Gegner dieser Qualität abgeliefert hat, stand ein 26:20 auf der Anzeigetafel.

Haunstetten begann mit der erwartet offensiven 3:2:1-Abwehrformation, die die Gastgeber häufig an den Rand des Zeitspiels brachte. Immer wieder liefen sich die Spielerinnen fest und es gelang ihnen nur über beherzte Einzelaktionen oder die Außen zu Toren zu kommen.
Haunstetten dagegen nahm die Herzogenauracher Abwehr mit vielen Kreuzbewegungen immer wieder auseinander und konnte so die Führung übernehmen. Dass aber die Heimmannschaft nie aufsteckte, war für die Regisseurin Nina Bestle die Basis des Sieges: "Wir haben heute über eine geschlossene Mannschaftsleistung den Sieg erkämpft. In den entscheidenden Phasen haben wir als Team zusammengehalten und unser Spiel durchgezogen."

So gelang es den Gästen nicht, ihre anfängliche Führung auszubauen. Immer wieder tankte sich Lisa Neumann erfolgreich durch oder Sarah Stephan kam über Linksaußen zum Torerfolg. Als in der 14. Minute Martina Ebersberger für die junge Juliane Gerling ins Tor wechselte, erhöhte sich zudem die Zahl der Fehlwürfe auf der Gästeseite. In der 20. Minute warf die Turnerschaft den Anschlusstreffer zum 7:8, Haunstetten legte noch einmal auf 11:8 vor. Die vier verbleibenden Spielminuten im ersten Durchgang nutzte die Heimmannschaft mit einem 4:0-Lauf zur hauchdünnen  Pausenführung (12:11).

In der zweiten Halbzeit bekamen die rund 250 Zuschauer Powerhandball vom Feinsten zu sehen. Beide Teams kämpften um jeden Zentimeter und nun waren es die Herzogenauracherinnen, die sich nicht abzusetzen vermochten. Immer wieder glichen die Schwäbinnen aus. Vor allem Sarah Irmler versuchte mit Rückraumwürfen ihre Mannschaft im Spiel zu halten.

Auf Herzogenauracher Seite nutzten die starken Rückraumspielerinnen Laura Wedrich und Jana Lichtscheidel ihre Wurfkraft und versenkten den Ball ein ums andere Mal im Netz. Als Herzogenaurach vier Minuten vor Schluss mit drei Toren führte, war die Sensation zum Greifen nahe. Auch eine letzte Auszeit von Haunstetten konnte daran nichts mehr ändern. Ein sichtlich zufriedener Trainer Mirko Scholten freute sich, dass seine Mannschaft aus dem letzten Spiel gelernt hat und dieses Mal geduldig und ruhig nach vorne spielte und die 100-prozentigen Chancen suchte. Gästetrainer Herbert Vornehm dagegen haderte mit der Leistung seiner Damen: "Wir haben eine schlechte Abwehrleistung gezeigt und keine einzige meiner Spielerinnen hat ihr Leistungsvermögen erreicht. Wir haben nie zu unserem Spiel gefunden. Herzogenaurach hat verdient gewonnen."

Jetzt haben die Herzogenauracher drei Wochen Zeit, um sich auf das Auswärtsspiel beim Tabellenführer Bietigheim vorzubereiten. Haunstetten will sich gegen die HSG Freiburg rehabilitieren.

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