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Tag der Inklusion in Peißenberg- Interview

Interview zwischen Andreas Heßelmann (AH) und Romana Scheurer (RS) mit Initiatorin des Projekts in Peißenberg


Interview zwischen Andreas Heßelmann (AH) und Romana Scheurer (RS) mit Initiatorin des Projekts in Peißenberg

AH: Servus Ramona. Erst einmal muss ich euch zu diesem tollen und gelungenen Event gratulieren. Es hat auf jeden Fall meine Erwartungen übertroffen. Ihr habt nicht nur den Menschen mit Behinderung eine tolle Plattform geboten, sondern auch den jüngeren und älteren in eurem Verein.

RS: Ja, das sehe ich genauso! Vor zwei Wochen wäre es für uns schon ein Erfolg gewesen, wenn 10 Teilnehmer in der Halle stehen würden, jetzt waren es um die 40. Das hätte ich nicht erwartet, vor allem weil wir vor zwei Wochen ja ganz alleine bei einem Probetraining in der Halle standen. Daraus haben wir aber gelernt, dass wir nicht nur per E-Mail und Flyer Werbung machen dürfen. Ich habe danach vor allem bei den Familien angerufen, um die Veranstaltung zu bewerben. Die meisten Familien haben sich sehr über das neue Angebot gefreut, da in unserer Umgebung das Sportangebot für Behinderte eh sehr spärlich ist.

AH: Dass sich die Familien sehr gefreut haben glaube ich sofort, denn Inklusion kommt bei uns immer zu kurz. Aber jetzt stellt sich für mich die Frage, wie ihr eigentlich auf die Idee gekommen seid und warum ihr euch in dem Bereich so engagiert?

RS: Das ist ganz einfach, ich habe vor meinem Studium als FSJlerin in einer Behindertenwerkstatt gearbeitet und das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich jetzt auch in diese Richtung studiere. Als Annette Halbritter (Abteilungsleiterin TSV Peißenberg), Madita und mich dann gefragt hat ob wir zu dem Seminar des Deutschen Handballbunds in Hamburg gehen wollen, waren wir vollauf begeistert. Dann war das Seminar echt super und wir beide wollten im Stil der Hamburger Vereine eine Inklusionsmannschaft aufbauen. Als wir das Projekt dann angehen wollten ist uns erst einmal aufgefallen das wir die Ersten im Handball in Bayern sind. Was es natürlich nicht einfacher macht und machen wird.

AH: Es ist sehr erfreulich, dass das Seminar vom DHB so toll war. Aber da ihr die ersten in Bayern seid stellt sich bei mir die Frage, wie viele Stunden Arbeit habt ihr bis jetzt in das Projekt gesteckt?

RS: Puuh, das weiß ich jetzt gar nicht so genau, Madita hat sich um die Flyer, das Logo, die Sponsoren und die Kontakte zu den verschiedenen Stellen wie DHB, BHV, Bezirk, Behindertensportverband und Aktion Mensch gekümmert und ich vor allem um die Akquise und das Programm. Dann hatten wir noch viele Sitzungen mit unserem Projektteam. Ich denke mal jeder so um die 10 Stunden die Woche!

AH: 10 Stunden die Woche, das ist schon einiges an Arbeitszeit. Ich denke das wird sich, wenn sich das Training und die Akquise einmal eingespielt hat etwas reduzieren. Am Anfang ist es aber eigentlich immer so. Für mich stellt sich jetzt noch die Frage, was ist euer langfristiges Ziel?

RS: Ich denke auch das sich die Arbeitszeit reduzieren wird. Auch weil wir es dauerhaft in der Gruppe aufteilen werden. Unser Ziel ist es eigentlich, dass es langfristig in unserer Umgebung mehrere Vereine mit Inklusionsmannschaften im Handball gibt um später auch eine eigene Liga wie in Hamburg aufbauen zu können.

AH: Danke dir Ramona für das tolle Interview, mir hat es heute echt viel Spaß bei euch gemacht. Von Seiten des Bezirks kann ich euch nur anbieten das ihr euch bei uns meldet und wir euch soweit vom Budget möglich bei den Anfängen unterstützen. In der nächsten Woche solltet Ihr auch noch 20 Methodikbälle der Firma Molten erhalten, die Daniel Bauer, Georg Clarke und ich für euch organisieren konnten.Der Bayerische Handball-Verband hat an den Bayerischen Landessportverband auch einen Projektantrag für das nächste Jahr gestellt um Projekte im Bereich Inklusion weiter zu fördern und zu unterstützen. Leider haben wir hier auch noch keine Antwort. Außerdem würde ich mich freuen, wenn ich weiter Infos zu eurem Projekt bekomme und ihr das Projekt auch einmal bei einer Vereinsvertreterversammlung oder einem Seminar vorstellen könntet.

SR: Über eure Unterstützung freuen wir uns, das hätten wir gar nicht erwartet und natürlich würden wir unser Projekt gerne mal vorstellen, gibt einfach Bescheid. Auch dir Danke für das Gespräch.

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