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Inklusion in Peißenberg Nachlese

Junge Engagierte bringen Inklusionsprojekt nach Peißenberg und Schongau. Ziel ist es Behinderte in das Vereinsleben Ihrer Handballabteilung zu integrieren!


Der TSV Peißenberg hat mit Madita Rinke und Ramona Scheuerer junge Engagierte die sich schon seit längerem um die Förderung und Betreuung von körperlich und geistig eingeschränkten Personen kümmern. Im März kam die Trainerfortbildung zum Themenbereich Inklusion – Integration von Behinderten in den Handballsport wie gerufen. Nachdem die beiden das Seminar im Hamburg besucht hatten, waren Sie voller Tatendrang. Sie wollten wie die Hamburger Vereine ein Behinderten-Team Gründen und auf Dauer eine Behinderten Liga in Bayern initiieren. Zu Beginn Ihres vorhaben nahmen Sie Annette Halbritter, die Abteilungsleiterin des TSV Peißenberg, mit ins Boot. Kurz darauf wurden alle Vereine der Umgebung angeschrieben, ob von Ihrer Seite auch Interesse an so einem Projekt besteht. „Hier hat sich zu unserer Freude der TSV Schongau zurückgemeldet!“ freute sich die Abteilungsleiterin, obwohl von den anderen Vereinen leider gar keine Rückmeldung kam.

Zusammen mit dem TSV Schongau ist man das Projekt dann angegangen und hat eine Projektgruppe um die beiden Initiatoreninnen Madita und Ramona gebildet. Es wurde ein Flyer gestaltet, verschiedene Institutionen zur Unterstützung angeschrieben und mit der Akquise der Teilnehmer begonnen. Zuerst wurden die verschiedenen Behindertenwerksstäten kontaktiert und das Interesse abgefragt.

Zudem wurde zwei Wochen vor dem Tag der Inklusion in Peißenberg ein Probetraining in Herzogsägmühle einem Diakonie-Dorf abgehalten. „Leider waren bei dem Probetraining nur sechs Trainer und keine Teilnehmer. Das war für uns natürlich ein herber Rückschlag!“ stellt die Abteilungsleiterin fest. Aus diesem Grund waren die Erwartungen für den Tag der Inklusion sehr gering. Umso größer war die Freude, das zu dem organisierten Kick-Off-Event um die 40 Teilnehmer in der Hallen waren.

Zum Beginn der Veranstaltung wurde sich gemeinsam warm gemacht. Neben dem normalen Warmlaufen wurde sich mit Luftballons und verschiedenen koordinativen Übungen erwärmt. Danach ging es an verschiedene Stationen an denen die Teilnehmer die verschiedenen Fähigkeiten für das spätere Handballspiel üben konnten. Der Parkour bot Slalomtippen, Zielwerfen, einer kleinen Handballidade und vieles mehr. Während dem Parkour und den Trinkpausen konnte man stets die Freude und Begeisterung in den Gesichtern erkennen. Dies wurde nur noch von der Freude über das Finale Handballspiel auf zwei kleine Handballfelder übertroffen.

Anfangs gab es für einige Teilnehmer vor allem den Teilnehmern ohne Einschränkung noch einige Berührungsängste, diese lösten sich im Laufe des Tages immer mehr auf. Das war sowohl beim Handballspiel als auch bei der Siegerehrung am Ende des Tages zu sehen. Den es wurde angefeuert und gefeiert wie Handballmannschaften bei einem gewöhnlichen Handballspiel.

DHB-Jugendsprecher und stv. Bezirksvorsitzender Jugend im Bezirk Alpenvorland Andreas Heßelmann, der den Tag besucht hatte zog ein positives Fazit: „Es war ein Tag für alle, ob jung oder alt, für Menschen mit Behinderung und weitere Vereinsmitglieder. Die Beiden gastgebenden Vereine haben eine super Plattform geboten. Ich würde mir wünschen, dass auch andere Vereine nachziehen und wir in Bayern und im Bezirk auch eine Behinderten-Liga anbieten können. Um das Projekt in unserem möglichen Rahmen unterstützen zu können, wird der TSV Peißenberg in den nächsten Tagen 20 Methodikbälle der Firma Molten erhalten. Um eine weitere Förderung im Bereich der Inklusion ist der Bayerische Handballverband bemüht. Es steht jedoch noch die Rückmeldung und Bewilligung der Projektanträge durch den Landessportbund und das Land Bayern aus.

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