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BHV-Delegierte beim richtungsweisenden Bundestag in Berlin

BHV-Präsident Georg Clarke wird erneut ins DHB-Präsidium gewählt, Gerd Tschochohei und Michael Geis übernehmen als Compliance-Beauftragter und Revisor Ämter auf Bundesebene.


Die BHV-Delegierten waren Teil des richtungsweisenden Bundestages des Deutschen Handballbundes in Berlin. Den Rahmen dazu bildeten die Feierlichkeiten zum 100. Handballgeburtstag, der u.a. mit dem Länderspielsieg der deutschen Männernationalmannschaft gegen Spanien, der Premiere der Dokumentation „Handball – ein Jahr100sport“ und einem Empfang im Roten Rathaus gefeiert wurde.

Delegierte des Bundestages geben Verband neue Struktur

Vor den Wahlen hatten die Delegierten des Bundestages eine Modifizierung der Verbandssatzung beschlossen. Das Präsidium des Deutschen Handballbundes setzt sich neben dem Präsidenten, dem Präsidenten des Ligaverbandes der Männer, Uwe Schwenker, und dem Präsidenten des Ligaverbandes der Frauen, Berndt Dugall, zukünftig aus sieben weiteren Mitgliedern zusammen. Dazu gehört auch Georg Clarke (bisher Vizepräsident Jugend, Schule und Bildung des DHB), der auf Vorschlag des Bundesjugendtages ins Präsidium entsandt wurde. Andreas Michelmann wurde als Präsident wiedergewählt.
Mit breiter Zustimmung - 108 von 124 möglichen Stimmen - haben die Delegierten des Bundestages des Deutschen Handballbundes diese Modifizierung der Verbandssatzung auf den Weg gebracht. Hauptziele der Novelle ist die klare Trennung zwischen Gesamtverantwortung, strategischer und operativer Verantwortung der einzelnen Organe. Während die Gesamtverantwortung weiter Bundestag und Bundesrat obliegt, geht die strategische Verantwortung auf das zukünftig zehnköpfige Präsidium über. Die operative Verantwortung übernimmt der neu installierte Vorstand, in dem neben dem hauptamtlichen Vorstandsvorsitzenden die hauptamtlichen Vorstände Sport, Finanzen und Recht, Marketing / Kommunikation sowie Mitglieder eingesetzt werden. Heinz Winden, Vizepräsident Recht des Deutschen Handballbundes, sprach von der „bedeutendsten Änderung der Satzung seit Bestehen des DHB“.
Der Bundestag wählt zukünftig alle vier Jahre neben dem Präsidenten fünf Präsidiumsmitglieder auf Vorschlag der Vertreter der Landesverbände, ein Präsidiumsmitglied auf Vorschlag des Bundesjugendtages und ein Präsidiumsmitglied auf Vorschlag der Vertreter der Ligaverbände. Der Präsident des Ligaverbandes der Männer und der Präsident des Ligaverbandes der Frauen komplettieren das Präsidium, deren Mitglieder den Deutschen Handballbund repräsentieren und gemeinsam die Kontrollpflichten in der Form eines Aufsichtsratsorgans wahrnehmen. Die Mitglieder des Präsidiums bestimmen über die Zusammensetzung des Vorstandes.

Perspektive 2020+

Mit großer Mehrheit brachten die Delegierten auch das Maßnahmenpaket „Perspektive 2020+“ auf den Weg, in dem Aufgaben und Handlungsziele für Spitzenverband, Regional- und Landesverbände sowie Ligaverbände klar definiert sind: Die Mitgliedergewinnung und der Mitgliedererhalt sind laut Umgestaltungsplan Primär-Aufgaben der Regional- und Landesverbände. Deren Ziele haben die Delegierten des Bundestages am Sonnabend in Berlin klar definiert: „Die Anzahl der Mitglieder wächst bis zum Jahr 2020 auf 800.000 und stabilisiert damit auch die Mannschaftszahlen.“ Zu Mitgliederentwicklung und -erhalt zählen laut „Perspektive 2020+“ die Intensivierung der Kooperationen mit Schulen und Kindertagesstätten, die Entwicklung von Breitensportangeboten und Angeboten für Menschen mit Integrationshintergrund beziehungsweise für Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen.

Eine besondere Ehre wurde BHV-Präsident Georg Clarke zuteil: er erhielt die Ehrennadel des Deutschen Handballbundes in Gold. Clarke ist seit 2008 Vizepräsident Jugend des Deutschen Handballbundes, in dieser Funktion auch Vorsitzender der Handballjugend, und seit Mai dieses Jahres Präsident des Bayerischen Handball-Verbandes. Gemeinsam mit ihm werden zukünftig auch Michael Geis als Revisor und Gerd Tschochohei als Compliance-Beauftragter auf Bundesebene aktiv sein.

Der Festvortrag 100 Jahre Handball von Professor Dr. Detlef Kuhlmann, Sportpädagoge und Professor am Institut für Sportwissenschaft an der Leibniz Universität Hannover, war Rückblick und Ausblick zugleich. Die Basis der Fortentwicklung „unseres Sports“ könne besser kaum sein. Der Jubilar strotze vor Gesundheit und jugendlicher Frische. „Wir können heute schon einige Meilensteine auf dem Weg in das nächste Jahrhundert setzen, um die Zukunft des Handballspiels sicherer zu machen.“ Wie? Durch die Förderung des Ehrenamtes („Die humane Ressource ist die Zukunftsaktie des Handballsports“) und des jungen Engagements: „Zukunft braucht Tradition“, erinnerte der Sportpädagoge. „In der Zukunft brauchen wir immer mehr auch junge Menschen, die sich aus Tradition dafür einsetzen, um Handball als ein ‚Kulturgut unserer Zeit‘ zu pflegen und zu fördern.“ Zwei Bereiche also, die bei uns in Bayern schon länger im Fokus der Verbandsarbeit stehen.

Einen tollen Einblick in das ganze Wochenende, das auch im Zeichen des 100-jährigen Geburtstages von Handball stand, gibt das Highlightvideo des DHB.

Die ARD-Dokumentation von Johannes Krause ist in der Mediathek unter http://www.ardmediathek.de/tv/Sportschau/Handball-Ein-Jahrhundertsport/Das-Erste/Video?bcastId=53524&documentId=47256316 zu finden.

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