Bayerischer Handball-Verband
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BHV-Auswahl w01/02 belegt ausgezeichneten 2. Platz beim WST

Aufgrund der unausgeglichenen Turnierbesetzung verbuchte Bayern einige Kantersiege, hatte aber in gleich zwei Begegnungen gegen DHC Slavia Prag und im Finale gegen Sachsen knackige Spiele zu bestreiten.


Das Turnier bot eine gute Gelegenheit auf dem Weg zum Länderpokal Mitte Januar eine Standortbestimmung vorzunehmen. Nach der Zusammenlegung der beiden Jahrgänge 2001 und 2002 trat die Mannschaft erstmals in neu zusammengestellter Formation an und belegte beim 57. Werner-Seelenbinder-Turnier in Berlin den ausgezeichneten 2. Platz. Die neu hinzugekommenen jüngeren Jahrgänge präsentierten sich gut integriert und nahmen die Herausforderung positiv an. Einige Spielerinnen fehlten verletzungsbedingt oder aus schulischen Gründen.
Bayerns Deckung präsentierte sich über das gesamte Turnier gesehen sehr gut. Vor allem konnten sich die Spielerinnen beim Wechsel der Deckungsformation jeweils umgehend anpassen und arbeiteten kämpferisch und taktisch gut zusammen. Dabei wurden neben einer 6:0 – Formation auch offensive Varianten und eine Manndeckung praktiziert. Zur guten Deckungsleistung trugen auch die beiden Torhüterinnen Lea Platzer und Silvia Morath bei. Sie gefielen mit etlichen tollen Paraden. Lea Platzer gar so sehr, dass sie zur besten Torhüterin des Turniers gewählt wurde. Das Konterspiel nach den durch die gute Deckungsarbeit gewonnenen Bällen war zufriedenstellend. Gegen die stärkeren Gegner ist hier aber noch deutlicher Verbesserungsraum gegeben. Vor allem was die zweite und dritte Welle angeht. Im Positionsspiel agierte Bayern nicht immer mit dem nötigen Druck. Zu viel Prellen vor der Abwehr und zu wenig gewonnene Zweikämpfe erschwerten das Herausarbeiten von klaren Torchancen. In diesem Bereich müssen die Spielerinnen noch lernen der gegnerischen Abwehr angepasste Spielelemente anzuwenden. Situationsangepasstes Entscheidungsverhalten wird ein weiterer Trainingsschwerpunkt bei den nächsten Maßnahmen sein müssen. Sehr gut hingegen war die Abschlussquote von allen Positionen. Das Spiel über den Kreis muss weiter ausgebaut werden. Zudem fehlt oft die Unterstützung des Rückraums durch gezielte Sperrstellungen.

In den ersten drei Gruppenbegegnungen gegen den HSV Frankfurt/Oder (34:3), die Sportschule Warschau (26:3) und die SG Fortuna Neubrandenburg (21:13) kam Bayern zu klaren Siegen. Alle Spielerinnen bekamen Spielanteile und wussten die durch die Gegner gewährten Freiheiten gut zu nutzen. Allerdings wäre es im Sinne der Weiterentwicklung der Mannschaft besser gewesen, etwas mehr gefordert zu werden.
Umso stärker waren die Gegner am zweiten Tag einzuschätzen. Im letzten Vorrundenspiel gegen Slavia Prag ging es am Vormittag um den Gruppensieg. Am Nachmittag folgten das Viertelfinale gegen den Handballverband Berlin und das Halbfinale erneut gegen Slavia Prag.
Die Tschechinnen mit ihren zweikampfstarken Spielerinnen verlangten der bayerischen Deckung alles ab und gingen auch in der Abwehr nicht zimperlich zu Werke. So entwickelte sich nach zu Beginn höherer Führung (5 Tore) eine am Ende ausgeglichene Partie, in der Bayern knapp mit 15:14 die Oberhand behielt.
Im Viertelfinale gegen Berlin sprang dann ein unerwartet hoher 21:10 Sieg heraus, der erneut auf die sehr gute Deckungsarbeit zurückzuführen war.
Im Finale gegen die überlegenen Sächsinnen versuchte Bayern alles, um möglichst lange mitzuhalten. Die gelang bis zum 4:5 auch sehr gut, doch mit schwindenden Kräften verlor man mehr und mehr die Zweikämpfe in Abwehr und Angriff und somit auch den Faden. Gekämpft wurde bis zum Schluss, so dass man auch nach der erwarteten Finalniederlage ein positives Fazit ziehen kann.

Für Bayern spielten und trafen: Lea Platzer, Silvia Morath (beide Tor)
Isabel Hampl (5); Lena Heid (5); Lena Kaltner (28); Theresa Lettl (15); Amelie Müller (12); Maria Koller; Cara Reuthal (29); Lea Röhrl (2); Paula Reips (27); Michelle Schäfer (8); Sina Schütte (8); Belen Gettwart (6)

Trainer: Attila Kardos
Physio & Betreuung: Anika Kleinlein
Bericht: Attila Kardos

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