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Sieg und Niederlage in der Jugendbundesliga für Gröbenzell

Unter dem Motto „Gröbis on Fire“ fand das Heimspielwochenende im Rahmen der Jugendbundesliga gegen Bietigheim und Leipzig statt.


Das Hinspiel in Bietigheim wurde vor drei Wochen mehr als deutlich verloren. Mit Unterstützung der Zuschauer wollte das Team zeigen, dass die Auftaktniederlage lediglich ein Ausrutscher war und man den deutschen Spitzenteams aus Bietigheim und Leipzig durchaus auf Augenhöhe begegnen kann. Dies gelang mit Ausnahme von 20 Minuten im Spiel gegen Leipzig ausgezeichnet.

HCD Gröbenzell – SG BBM Bietigheim 33:31 (15:17)
Hochmotiviert begann man das Spiel mit einer schnellen 1:0 Führung, um im Anschluß doch wieder einem Rückstand hinterherlaufen zu müssen. Man sah aber bereits in dieser Phase, dass heute eine ganz andere Mannschaft auf dem Platz stand als noch vor drei Wochen. Die Abwehr war aggressiv und offensiv spielte man mutig. Der Rückstand betrug meist 2 bis 3 Tore, man war immer noch in Schlagdistanz. Beim Stand von 10:15 in der 23. Minute nahmen die Trainer Graf/Lukauer eine Auszeit um das Team neu einzustellen. Prompt drehte sich in der Folge das Spiel und bis zur Halbzeit war man beim Stand von 15:17 wieder dran an Bietigheim.
Nach dem Seitenwechsel begann die Mannschaft wie die Feuerwehr und es gelangen 4 Tore in Folge zum 19:17. Mit einer sehr gut stehenden Deckung machte man es Bietigheim immer schwerer zu Torchancen zu kommen, während man selbst im Angriff mutig und selbstbewusst spielte und die herausgespielten Chancen zunehmend nutzte. Die Gröbis lagen in dieser Phase meist 1-2 Tore vorn, Bietigheim konnte noch ein paar Mal ausgleichen. Ab Mitte der zweiten Halbzeit merkten alle in der Halle, dass heute sogar ein Sieg in Reichweite war. Mit Unterstützung der vielen Fans in der Halle legte man noch eine Schippe drauf und war in der 50. Minute beim Stand von 31:27 erstmals 4 Tore vorn. Bietigheim warf nochmal alles nach vorne, konnte aber das Spiel nicht mehr drehen. Der HCD agierte in dieser Phase sehr abgeklärt, zwang den Gegner immer wieder bei drohenden Zeitspiel unvorbereitet abzuschließen. Am Ende gelang es dem Team mit einer starken kämpferischen Vorstellung den Nachwuchs des Deutschen Handballmeisters der Damen verdient mit 33:31 zu besiegen und den ersten Sieg in der Jugendbundesliga einzufahren.

HCD Gröbenzell – HC Leipzig   24:27 (6:19)
Nach dem Sieg am Vortag gegen Bietigheim wollte man gegen den HC Leipzig nachlegen. Mit viel Selbstvertrauen ging man die Partie, ließ sich auch von einem schnellen 1:3 Rückstand nicht beeindrucken und glich postwendend zum 3:3 (7. Minute) wieder aus. In der Folge gelang es aber im Angriff überhaupt nicht mehr, sich klare Chancen gegen die starke Leipziger Abwehr zu erspielen. Bis zur 14. Minute beim Stand von 3:5 war zumindest vom Ergebnis her noch nichts passiert. Was dann aber bis zum Pausenpfiff folgte, war völlig unerklärlich. Alles was man am Vortag richtiggemacht hatte, ging schief. Leipzig nutzte dies gnadenlos aus und der HCD lag schier aussichtslos mit 6:19 zurück.
Was dann in der zweiten Halbzeit folgte, war eine überragende Reaktion der Gröbis. Es stand auf einmal eine komplett andere Mannschaft auf dem Feld. Selbstbewusst und gewillt sich ab sofort gut zu verkaufen und den vielen Fans das wahre Gesicht des Teams zu zeigen. Wie schon am Vortag legten sie blitzschnell los und die ersten 4 Tore gehörten dem HCD. Der HC Leipzig sah sich bereits in der 35.Minute zu einer Auszeit gezwungen. Weiterhin dominierte der HCD das Spiel und witterte die Chance noch einmal ranzukommen. Tor um Tor konnte man aufholen und in der 52. Minute beim Stand von 21:25 war man fast dran. Man wuchs jetzt über sich hinaus, zwang Leipzig immer öfters ins Zeitspiel und zu schlecht vorbereiteten Abschlüssen. Die endgültige Entscheidung fiel dann in der 53./54. Minute als Leipzig zwei 7m-Strafwürfe verwandeln konnte (übrigens die einzigen Leipziger Tore in den letzten 14 Spielminuten). Nach einer Auszeit des HCD konnte der Rückstand noch bis zum Endstand von 24:27 verkürzt werden.
Nach Spielende bekamen die Gröbis tosenden Applaus von ihren Fans für dieses Spiel. Die Art und Weise wie sie sich nach 13 Toren Rückstand präsentiert haben war schon beeindruckend und wird lange in Erinnerung bleiben. Trotz dieser Niederlage ist der HCD Gröbenzell immer noch im Rennen um den Einzug in die nächste Runde in der Jugendbundesliga, was in Anbetracht der sehr starken Gegner schon ein riesiger Erfolg ist.

Es spielten (Tore laut Spielbericht): Antonia Thurner, Lena Rendel im Tor
Graf Marie (1), Friedrich Katrin (4), Schneider Alina (2), Henkel Leonie (3), Lisa Salvermoser (5), Verena Oßwald (7), Anna Leiber, Paula Reips (5), Lisa Antl (13), Stowasser Mariza (6), Sonja Spatzenegger, Verena Kölzer (11/5)
Trainer / Betreuer:  Frank Graf, Thomas Lukauer, Leonie Schweinsteiger, Jana Epple

Quelle: PM HCD Gröbenzell, Foto: Michael Antl

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