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Aufwärtstrend in der Talentförderung

In der Leistungsbewertung aller olympischen Sportarten des DOSB für den Olympiazyklus 2008-2012 belegt das Bundesland Bayern im Gesamtranking im Bereich Handball Platz 4. Bewertet wurden dabei die Erfolge der Nationalmannschaften Jugend und Junioren bei internationalen Meisterschaften, die Platzierung Bayerns beim DHB-Länderpokal, die Nominierungen bayerischer Talente nach der DHB-Sichtung sowie die Anzahl der Kadernominierungen in den deutschen Jugendnationalmannschaften.

Im DHB-Ranking der U 16 Mannschaften der letzten drei Jahren belegt der BHV im weiblichen und männlichen Bereich Platz 3 und konnte sich als einziger Landesverband in den letzten vier Jahren jeweils für die Endrunde der deutschen Meisterschaft der Landesverbandsauswahlmannschaften qualifizieren. Das Ergebnis zeigt, dass der BHV im Vergleich mit anderen Landesverbänden bis zum 16. Lebensjahr eine führende Position in Deutschland einnimmt, aber im Bereich der Anschlussförderung bis zum 23. Lebensjahr Defizite durch fehlende Bundesligastandorte aufweist. Durch die erfolgreiche Kooperation mit der TV Großwallstadt Junioren Akademie konnten dieser Standortnachteil in Bayern zumindest teilweise kompensiert werden.

Die DHB-Kaderspieler im männlichen Bereich wie Lars und Tom Spieß, Jannik Kohlbacher, Patrick Schmid  und Antonio Metzner  wurden alle in Großwallstadt ausgebildet und hatten ihr Zweitspielrecht bei Vereinen der Bayernliga im Erwachsenenbereich. Mit Tom und Lars Spieß, sowie Jannik Kohlbacher stellte der BHV auch Spieler, die 2012 und 2014  Europameister wurden.

Im weiblichen Bereich konnte der BHV eine Vielzahl von Nominierungen für die Nationalmannschaften im Jugendbereich vorweisen, u.a. Luisa Sturm (aus Nürnberg nach Leipzig gewechselt), Sarah Irmler (TSV Haunstetten), Magdalena Frey (TSV Ismaning), Chiara Zellner und Franziska Peter (ESV Regensburg) und Christine Königsmann (TSV Ismaning). Durch diese deutliche Steigerung im Nachwuchsleistungssport wurde Handball erstmals in Zusammenarbeit mit dem Olympiastützpunkt in Bayern als Schwerpunktsportart für den Olympiazyklus 2012-2016 ausgewiesen.

Die Einführung des neuen Leistungssportkonzepts wurde 2014 vollständig umgesetzt, dadurch konnte die Talentsichtung optimiert und die Trainingsumfänge zur individuellen Ausbildung der Talente gesteigert werden.
Deshalb gilt an dieser Stelle mein Dank all denjenigen, die sich konstruktiv an der Entwicklung und Umsetzung dieses Modells beteiligt haben.

Optimierungsbedarf besteht noch in der Schnittstelle Verein und Verband, der Steigerung der Attraktivität des Trainings in der mittleren Leistungsebene und der Bereitschaft der Vereine, Talente dem BHV im Rahmen der Sichtungen vorzustellen. Der Verband braucht Kooperationen mit leistungsorientierten Vereinen, eine deutlich bessere Qualifikation von Vereinstrainern im Jugendbereich der Talentförderung, aber auch das Bewusstwerden von Verband, Bezirk und Vereinen, an einem Strang zu ziehen, über den eigenen Tellerrand zu blicken und gemeinsam an einem Ziel zu arbeiten: einzelne Talente für den Spielbetrieb in höheren Ligen vorzubereiten und die Qualität der eigenen Leistungsstärke zu erhöhen, damit langfristig bayerische Talente in der Bundesliga und bayerische Vereine in der Zweiten und Dritten Liga und höher spielen.

In der Perspektive 2020 des DHB wurde u.a. dargestellt, dass Erfolge im Leistungssport nur gemeinsam zu erreichen sind, dabei sind die Vereine der Ligaverbände, die Vereine im Bereich des Nachwuchsleistungssports und die Vereine in der Talentfindung gemeinsam mit dem Verband und seinen Untergliederungen gefordert.

Georg Clarke
Vizepräsident Talentförderung 


 

Georg Clarke
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