anmelden registrieren  Finden

 

Treffen der Bezirksschiedsrichterwarte und  Bezirksschiedsrichterlehrwarte

Am 28.05.2017 fand in der Sportgaststätte Bergtheim die alljährliche Sitzung der Bezirksschiedsrichterwarte und Bezirksschiedsrichterlehrwarte statt. Zu Beginn des Treffens wurde Helmut Werner für 20 Jahre Mitarbeit im Verbands-schiedsrichterausschuss mit der Ehrennadel in Gold des Bayerischen Landes-Sport-verbandes geehrt. Die Ehrung nahm die Vizepräsidentin des Bayerischen Handball-Verbandes Ingrid Schuhbauer vor.

Nach Eintritt in die Tagesordnung gab Verbandsschiedsrichterwart Andreas Warter zunächst einen Rückblick auf die vergangene Saison. Insbesondere hob er die erstmalig durchgeführte Fördermaßnahme für junge Schiedsrichter im Rahmen des 8-Bezirke-Turniers hervor. Weiterhin berichtete er von den durchgeführten Lehrgängen für die Schiedsrichter in den BHV-Kadern. Besonders wies er auf die neu bereitgestellten einheitlichen Informationsmaterialien für die Schiedsrichterlehrwarte hin. Diese sollen die Standardisierung der Lehrarbeit, vor allem in der Schiedsrichtergrundausbildung, weiter fördern.

In intensiven Diskussionen wurden nach der Mittagspause die anstehenden Aufgaben für die kommende Saison erörtert. Schwerpunkt war die Einführung des elektronischen Spielberichtsbogens und die damit in Zusammenhang stehenden Wünsche der Bezirksschiedsrichterwarte.

Die Themenbereiche „Ringen am Kreis“, „Stoßen in der Luft/von Hinten“ und „Ordnungsprinzipien bei der Ausführung von Würfen“ werden in der kommenden Saison im Mittelpunkt der Lehrarbeit stehen.

Gelungene SR-Sichtung im Rahmen der Bayerischen Meisterschaft der Bezirke



Bei der hervorragend organisierten Bayerischen Meisterschaft der Bezirke der Jahrgänge 2001 (m) und 2002 (w) konnten auch die Verantwortlichen des SR-Bereichs im BHV die Gelegenheit nutzen, Nachwuchsteams aus den Bezirken zu sichten und zu coachen. Insgesamt 9 Teams waren im Einsatz, die ihre Aufgaben mit Freude und großem Engagement wahrnahmen. Alle Teams waren sehr interessiert und aufnahmebereit für die Hinweise und Tipps, die sie in den Beobachtungsgesprächen von ihren Coaches VSW Andreas Warter, VSLW Reinhold Cesinger und SR 3.Liga Oliver Mehl erhielten und zum Großteil bereits in den folgenden Turnierspielen umsetzen konnten. Unisono war man der Meinung, dass dies gerade für Nachwuchs-SR eine sehr gute und interessante Gelegenheit ist, erste Erfahrungen auf Verbandsebene zu sammeln und diese in ihre Bezirke mitzunehmen. „Deshalb wollen wir dieses Turnier auch zu einer dauerhaften Sichtungsmöglichkeit für den SR-Nachwuchs im BHV machen“, so Verbandsschiedsrichterwart Andreas Warter.

Schiris fit für die Saison!


Bald ist es wieder soweit! Die Saison 2015/16 steht vor der Tür und nicht nur die Mannschaften müssen sich  auf diese neue Runde vorbereiten, auch die Verbandsschiedsrichter wurden auf drei Wochenend-Lehrgängen im Juli fit für die bevorstehenden Aufgaben gemacht.

Während der B-Kader Nord Lehrgang im HBLZ in Großwallstadt abgehalten wurde, fand der A-Kader sowie B-Kader-Süd Lehrgang in der Sportschule Oberhaching, teils unter tropischen Bedingungen statt.

Schiedsrichterwart Andreas Warter und sein VSA konnte etliche Neulingsteams auf den B-Kader-Lehrgängen  begrüßen, die in der kommenden Saison die neue Herausforderung „Landesliga Frauen/Männer“ annehmen werden. Drei SR-Teams, Sand/Saarschmidt, Flohr/Murrmann und Hehn/Tauchert, werden durch ihren  Aufstieg vom B- in den A-Kader künftig auch zu Spielen in der höchsten Spielklasse Bayerns eingeteilt. Sowohl den Neulingen, als auch den Aufsteigern in den A-Kader  wünscht der VSA hinsichtlich der neuen Herausforderungen es gutes Gelingen.

In seinem Rückblick konnte VSW Warter  von einer guten Saison sprechen, die neben einzelnen speziellen Vorkommnissen relativ reibungslos über die Bühne ging.  Ein zentrales Thema war unter anderem die rückläufigen Schiedsrichterzahlen in den Bezirken, als auch die davon abhängige Weitermeldung an den Verband für die Landes- und Bayernligen.  
Trotz der sich immer weiter verschärfenden Situation wird der VSA auch in der kommenden Saison  mit zwei Leistungsstarkenkadern (A+B) die Spiele auf Landesverbandsebene besetzen können.

Diese Leistungsstärke mussten die teilnehmenden Schiris auf den Lehrgängen gleich in drei Disziplinen unter Beweis stellen: Shuttle-Run, Regeltest und Videotest standen auf dem Programm.
Speziell beim Shuttle-Run (Konditionstest) und bei der Überprüfung der Regelsicherheit konnte den Teilnehmern eine sehr gute Vorbereitung attestiert werden. Viele Teams, sowohl vom A- als auch vom B-Kader, erreichten hier Top-Ergebnisse, die sich in der Rangliste am Ende der Saison als  entscheidend herausstellen können.

SR-Lehrwart Reinhold Cesinger hatte zum Themenschwerpunkt der Lehrgänge, angelehnt an den übergeordneten DHB,  „Ringen am Kreis“ festgelegt. Dabei ging der Regelspezialist sowohl auf die Ursachen sowie auf die möglichen Folgehandlungen sehr genau ein. Wert wurde auch auf die Tatsache  gelegt, dass das „Ringen am Kreis“ nicht nur von den Abwehrspielern, sondern auch vom Angreifer ausgelöst werden kann. Hier ist vor allem der Torschiedsrichter in der Beurteilung der Situation gefragt.
Auch ist darauf zu achten wer mit der regelwidrigen Handlung beginnt und wo sich bei solchen Aktionen der Ball befindet. Zehn Merksätze sollten den Schiedsrichtern zu diesem Thema ein Leitfaden sein. Kernaussage ist, dass bei nicht regelgerechten Verhalten der taktische und ballentfernte Einsatz von Trikotreißen und Festhalten zwingend mit einer persönlichen Strafe, unter Berücksichtigung der Progressionsfolge, zu ahnden ist.

Zu diesem Thema wurden auf den B-Kader-Lehrgängen auch die Beobachter mit dem Hinweis geschult, in der kommenden Runde auf „Ringen am Kreis“  besonders zu achten und angemessen zu bewerten.
Zusammen mit den Schiedsrichtern konnten die Beobachter auch die Analysen des Videotests besprechen,  in deren Nachgang sich ein Austausch zwischen Schiedsrichtern und Beobachtern anschloss.

Die SR-Kader auf Landesverbandsebene sind für die kommende Spielzeit jedenfalls bestens gerüstet, allerdings hofft man im Krise des VSAs, dass während der Saison keine Teams ausfallen, denn sonst könnte es mit der Besetzung der Spiele eng werden.

RiCe 08/2015

 

 Text/HTML

Kampfansage dem "Ringen am Kreis"

Keine andere Ballsportart vereint die Faktoren Schnelligkeit, Technik, Körperbeherrschung, und Mannschaftstaktik so wie unser Handballsport, der aber auch entscheidend durch  Spielintelligenz und dem Zweikampf Mann gegen Mann bzw. Frau gegen Frau geprägt wird.

Die Kombinationen aus diesen Faktoren verleihen dem Handballsport seine bestimmte Note, erhöhen aber gleichzeitig auch die Komplexität der Handlungsvorgänge, die es von uns Unparteiischen in Bruchteilen von Sekunden zu bewerten gilt.

Seit einigen Spielzeiten zeichnet sich allerdings eine Entwicklung ab, dem „Ringen am Kreis“, die zunächst vornehmlich in internationalen Wettbewerben  beobachtet werden konnte, sich aber zwischenzeitlich auch zunehmend in den DHB Spielklassen etabliert hat.
Auch durch die mittlerweile erfreulich hohe Medienpräsenz unseres Sports  im Fernsehen, werden aus den nationalen Eliteligen solche „Spielelemente“ von Trainern und Spielern aus den Landesverbänden natürlich wahrgenommen und  somit zeitversetzt auch in den Spielklassen des BHV kopiert und angewandt.

Gemeint sind die regelwidrigen Zweikämpfe am Kreis, bestehend aus Trikotreißen,  gegenseitigem Zerren und permanenten Halten. Jeder kennt die Szenen, in denen beispielsweise Kreisläufer und Abwehrspieler nach vorherigem Gezerre auf einmal zu Boden gehen und jeder erwartet eine Schiedsrichterentscheidung zu seinen Gunsten.

Diese Unsitte stellt für uns Schiedsrichter auf Landesebene eine besondere Herausforderung dar, so war es zumindest in der gerade erst abgelaufenen Saison aus den neutralen Schiedsrichterbeobachtungen im BHV zu entnehmen.
In der EHF hat man schon dahingehend reagiert, indem auf dem Schiedsrichterbeobachtungsbogen neben dem Punkt „Progressionen allgemein“ ein alleiniges Hauptbewertungskriterium  „Ringen am Kreis“ aufgenommen wurde.

Auch auf den kommenden DHB-SR-Lehrgängen wird diese Thematik einen Schulungsschwerpunkt bilden.
Eine sehr sinnvolle Maßnahme, gleichwohl die Intensität der Zweikämpfe im Profibereich auch künftig andere Dimensionen erreichen wird und deshalb  in diesen Ligen auch andere Toleranzgrenzen gelten werden als bei uns im Landesverband.

Aber die Tendenz muss auf beiden  Leistungsebenen eindeutig sein: Kampfansage dem „Ringen am Kreis“ sowie dem permanenten Fixieren des gegnerischen Trikots. Dies sind  Maßnahmen, die die Attraktivität unseren Sport weiter steigern würden!

Es liegt in der Natur der Sache, dass von Trainern entwickelte und von Spielern umgesetzte Strategien  oftmals an die Grenzen des Erlaubten im Regelwerk gehen.
Entscheidend für Betreuer und Aktive ist, inwieweit diese Lösungsstrategien von uns als „Leiter des Spiels“  geduldet werden oder nicht.

Und da kann man unumwunden attestieren: da lassen wir im BHV derzeit viel zu viel zu!
Unsere Aufgabe wird es sein, dies ab der kommenden Spielzeit wieder zu korrigieren und auf ein erträgliches Maß zu reduzieren!

BHV-SR-Lehrwart Reinhold Cesinger wird deshalb in den anstehenden Lehrgängen im Juni und Juli intensiv auf diese Problematik eingehen, um die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter unserer BHV-Kader entsprechend auf die neue Saison vorzubereiten.

 

Richard Cesinger
Mitglied im VSA
Beobachterwesen

                          


 

 Umgang mit Schiedsrichterkritik

Viele Schiedsrichter sehen sich aktuell in den Print- und Online-Medien gehäuft mit Titeln wie „Schiedsrichter verschaukelten Außenseiter“ oder  „Schiedsrichter Schuld an Niederlage“ konfrontiert. Dies ist natürlich für die Schiedsrichter oftmals ärgerlich, andererseits ist es für unsere Gilde aber wichtig, dass sich auch die Medien mit uns beschäftigten, dass wir als Schiedsrichter, als nicht unwesentliches Element eines Handballspiels, wahrgenommen werden.

Wie soll man also reagieren? Soll man überhaupt gegensteuern? Viele Fragen werden zu diesem Thema aufgeworfen, einige möchte ich hier etwas näher beleuchten.

Es liegt in der Natur der Sache, dass die vielen Beteiligten in einem Handballspiel, ob passiv oder aktiv, auch unterschiedliche Bewertungen und Sichtweisen hinsichtlich der Leistung der Referees während eines Spiels entwickeln.

Selbstverständlich stehen wir, die in der Aus- und Fortbildung verantwortlichen Personen, solchen Überschriften und Berichten kritisch gegenüber. Ich verstehe auch, dass sich viele Schiedsrichterkollegen mit massiver öffentlicher Kritik, u.U. sogar mit namentlicher Nennung, angegriffen fühlen.
Aber mit Kritik, ob nun fachlich korrekt oder nicht, müssen wir lernen umzugehen.
Jedem im BHV tätigen Schiedsrichter muss klar sein, dass man sich als Unparteiischer freiwillig in ein Aufgabenfeld begibt, in dem es auch unberechtigte Kritik an der Schiedsrichterleistung geben kann.

Wir dürfen auch nicht davon ausgehen und erwarten, dass regeltechnisch gut ausgebildete Personen, die Berichte verfassen.
Vielmehr ist die Regel, dass beispielsweise ein „eingefleischter Pressewart“, ein enttäuschter Vater, oder mitunter sogar eine direkt am Spiel beteiligte Person (Trainer, Spieler usw.) mit der Verfassung solcher Berichte und mir deren Weiterleitung an die Presse beauftragt wird. Kommt dann zur unterschiedlichen Regelkenntnis noch die Enttäuschung über den Spielausgang hinzu, dann kann dies durchaus entsprechende Kritiken in schriftlicher Form zur Folge haben.

Tragen wir dann als Schiedsrichter mit einer schwächeren Leistung zum Spiel auch noch entsprechend bei, hat man ein Rezept für einen Pressebericht, der uns Schiedsrichter beim Lesen weniger erfreuen wird.

Die Auslöser solcher, für das Schiedsrichterwesen nicht förderlichen, Berichte sind also vielschichtig. Einige Faktoren (wie z.B. unsere Leistung) können wir beeinflussen, manch andere Faktoren nicht.

Solange Berichte eine Meinung widerspiegeln, sei diese nun fachlich korrekt oder nicht,  sollten wir lernen mit dieser Kritik umzugehen, denn auch in diesem Bereich sollte jeder seine Meinung frei äußern dürfen, auch wenn sie aus Schiedsrichter- bzw. objektiver Sicht falsch ist.
Hier müssen gerade wir Schiedsrichter, auch wenn es jedem einzelnen noch so schwer fällt, bis zu einem gewissen Punkt Toleranz zeigen, so wie auf dem Spielfeld auch.

Was allerdings nicht zu tolerieren ist, wenn Schiedsrichterkollegen nicht nur unberechtigt kritisiert, sondern zudem auch noch diffamiert oder in ihrer Persönlichkeit verletzt werden. Bei Jungschiedssrichtern ist diese Art der Kritik ein häufiger Grund , dass diese jungen Kolleginnen und Kollegen die Pfeife wieder an den Nagel hängen.
In solchen Fällen werden wir, allen voran unser Schiedsrichterwart Andreas Warter und Lehrwart Reinhold Cesinger, alle Register ziehen, um die Veröffentlichung solcher Berichte zu stoppen sowie die Verantwortlichen zur Rede zu stellen.
Wir sind auch bei einer schlechteren Schiedsrichterleistung für den offenen Dialog, aber dieser muss unter den Gesichtspunkten der Fairness und des gegenseitigen Respekts stattfinden.

Gerade in unserer zweikampfbetonten Sportart ist es für einen Schiedsrichter nur schwer möglich, alle Beteiligten (inkl. Zuschauer) über 60 Minuten hinweg zufriedenzustellen.Aber gerade diese Aufgabenstellung macht unseren Job als Schiedsrichter doch gerade so interessant und fordert uns Wochenende für Wochenende neu heraus!
In der Sprache der Kids „eine geile Sache“!

 

RiCe 11/2013 

 

Schiedsrichterwart
Andreas Warter
Mühlbachweg 7
90592 Schwarzenbruck
 (09183) 902828
 (0911) 8120122 (d.)
  andreas.warter@bhv-online.de