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GOALCHA™ Street Handball: Coach-Workshop am 3. Juli 2015 in Nürnberg

Am 3. Juli 2015 findet unter der Leitung von Michael Werner (GOLACHA™-Instructor des BHV) in Nürnberg ein dreistündiger Workshop zum Thema GOALCHA statt. Der GOALCHA™ Street Handball Coach-Workshop ist ein Inspirations-Workshop mit theoretischer Einführung und praktischer Umsetzung für Handball-Trainer, Lehrer und Interessierte und vermittelt die Philosophie und die praktische Umsetzung von GOALCHA™ Street Handball und den Umgang mit dem GOALCHA™-Ball. Es handelt sich um den Grundlagen-Workshop für die Ausbildung zum GOALCHA™ Coach. Ziel ist die Erlangung des praktischen Grund-Know-Hows für die Anwendung und den Einsatz von GOALCHA™ Street Handball im eigenen Verein und in Schulen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Die Anmeldung erfolgt im Veranstaltungskalender von nuLiga (Filter Kategorie Fortbildung Trainer) oder mit dem Anmeldeformular.
Anmeldeschluss:
10. Juni 2015.
Weitere Infos enthält der GOALCHA-Flyer.

 

Ball-Angebot von MOLTEN und SPORT NANKA

Molten-Methodikhandball - speziell für Kinder und Jugendliche zum Streethandball spielen entwickelt:

  • Kleiner und weicher als ein Handball
  • Quetsch- und knautschbarer Softball - jedoch aus echtem Leder
  • Speziell für Kinder und Jugendliche entwickelt, um Kreativität zu fördern
  • Für Schul- und Vereinssport geeignet
  • Einzelpreis: 17,00 € , ab 10 Stück: 15,00 €
  • Bestellschein
     
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Nachbericht zum GOALCHA-Workshop in Nürnberg

Am 13. Juli 2013 fanden in der Geschwister-Scholl-Realschule in Nürnberg zwei Workshops des Bayerischen Handball Verbandes zur neuen Trendsportart „Goalcha“, die in Dänemark entwickelt wurde, statt. Der Vizepräsident Bildung des Bayerischen Handball Verbandes Ernst Werner hatte sich für diese Veranstaltung eingesetzt: „Ich habe Goalcha in München kennenlernen dürfen und bin von dem Konzept überzeugt, da dies ein Weg ist, um unsere geliebte Sportart Kindern und Jugendlichen, die noch keinen Zugang gefunden haben, näher zu bringen oder diese zum Ballspielen zu animieren. Etwas Besseres kann weder den Vereinen noch dem Schulsport passieren.“
Die 35 Teilnehmer, die unterschiedlichen Alters und  Leistungsvermögens waren und auch aus vielerlei Motiven anwesend waren, erlebten kurzweilige und interessante Stunden mit einem der Begründer dieser jungen Sportkultur.

Mit Ole Bruun Andersen wurde für die Veranstaltung  ein „positiv Handballverrückter“ gewonnen, dem es schon nach wenigen Minuten gelang, sein „Feuer“ für sein Konzept und das Ballspielen mit der Hand auf die Anwesenden zu übertragen, wie Michael Werner der Lehrgangsleiter dieser Veranstaltung treffend formulierte. „Bei Goalcha ist jeder willkommen und es kann jeder mitmachen“, verkündete der Skandinavier, der darauf hinwies, dass die Idee in Dänemark durch Schwierigkeiten in der Nachwuchsgewinnung entwickelt wurde.
Nach einer kurzen theoretischen Einführung wurden die Interessierten auf dem Freigelände der Realschule mit dem neu entwickelten Goalcha-Ball in Berührung gebracht, der durch seine griffige Oberfläche und extrem leichte, kleine mit Schaumstoff gefüllte Lederhülle gerade für Kinder und Jugendliche optimal ist.

Schnell wurde klar, dass das aktive Erleben des Goalcha-Feelings nur durch aktives Ausprobieren und Erproben möglich ist. Entscheidend dabei ist der Gedanke, dass es kein richtig oder falsch im Spielen mit dem Ball gibt und somit jeder seine individuellen Kunststücke erproben und seine eigenen Ansprüche befriedigen kann. „Ein Spieler, ein Ball, eine individuelle Herausforderung“, brachte Andersen die Grundidee auf den Punkt, die den Fokus komplett weg vom Wettkampfgedanken hin zu Spaß, Ausprobieren und Kreativität richtet.
Neben Geschicklichkeits- und Koordinationsaufgaben für jeden Einzelnen wurden auch körperlich anspruchsvolle Elemente aus vielen verschiedenen Sportarten in die Beschäftigung  mit dem Goalcha-Ball integriert. Der Referent verwies immer wieder geschickt auf die Nähe zu anderen Trendsportarten, wie beispielsweise Parcours, und ließ die Trainer kreativ mit dem Ball spielen. Dabei wurden auch partnerweise oder in der Gruppe Beschäftigungsmöglichkeiten ausprobiert und festgestellt, dass es keinerlei Einschränkungen beim Spielen gibt und die Spieler selbst die Aufgaben und Regeln konzipieren. Dabei wurde spielerisch und ohne Wettkampfgedanke intensiv und mit großem Eifer gespielt, ohne dass viele Hilfsmittel oder Regeln benötigt wurden. Dass die Grundregeln des Handballspieles auf ein Minimum reduziert werden und das Spiel körperlos und ohne das Zählen von Toren stattfindet, ist Teil der Philosophie und zeigt, dass es nicht das Wichtigste ist, Kinder zu Handballern auszubilden. Andererseits zeigte der Experte auch Möglichkeiten auf, wie der Ball im Vereinstraining beispielsweise zu Technik- oder Torwarttraining eingesetzt werden kann. Hier verwies er jedoch nachhaltig auf den Unterschied zum Goalcha-Konzept, da auch die Rolle des Trainers absolut unterschiedlich sei: Auf der einen Seite der Handball-Trainer als Regisseur des Spiels, auf der anderen Seite der Goalcha-Instructor, der die Kontrolle abgibt und das „Chaos“ zulässt.



Andersen kommentierte das engagierte Treiben: „Wenn ich es schaffe, dass wir miteinander und nicht übereinander lachen und mit einem Lächeln auseinander gehen, dann war das ein guter Goalcha-Tag.“ Wie bei allen anderen Veranstaltungen, von denen er immer wieder berichtete, so sollte er dieses Ziel auch an diesem Tag erreichen. Alle Teilnehmer waren sich einig: Insbesondere der Ball, der so gut greifbar und absolut sicher zu bespielen ist, bietet gerade für Kinder und Jugendliche ein idealer Einstieg in die freudvolle Beschäftigung mit diesem  Spielgerät.
Andersen erwähnte aber auch, dass viele Handballer noch nicht so ganz vom Wettkampfgedanken ablassen können und deswegen noch einige Missverständnisse ausgeräumt werden müssten. Nur so kann die Idee der Gründer, durch diese Kultur  - das Spielen des Balles mit der Hand -  eine breitensportliche Bewegung in Gang zu setzen, die letztlich auch dem Spitzensport zuträglich sein kann, realisiert werden.

Bericht und Fotos: Michael Werner