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"Handball fasziniert Kinder und Jugendliche.
Immer mehr Jungen und Mädchen spielen Handball oder wollen das Handballspiel erlernen.
Handball fasziniert auch Schüler und Schülerinnen.
Handball im Schulsport ist angesagt  - egal ob als Unterrichtsreihe im Schulsport oder bei Turnieren der Klassen und Jahrgangsstufen."


Ziele des Sportunterrichts in der Schule:

Der Sportlehrplan wird im Wesentlichen von vier Säulen getragen.

Erste Säule: Im Zentrum der Überlegungen steht zunächst der Wunsch, möglichst alle Jungen und Mädchen für den Sport zu begeistern. Gerade in der Schule werden im Sport Verhaltensmuster und Wertvorstellungen angelegt, die für die spätere Einstellung der Kinder prägend sind. Vertrauen in das eigene Ich, Freude und Erfahrungen können dabei ebenso entstehen wie Blamage, Frustration und Angst.
Lebenslanges Sporttreiben, das Sich-zurecht-finden in einer Gemeinschaft und sinnvolles Gestalten der Freizeit werden nur möglich, wenn der Schulsport seinem hohen Anspruch durch neue Ideen und Ansätze gerecht wird.

Die zweite Säule misst der erzieherischen Bedeutung von Sportunterricht einen besonders hohen Stellenwert bei.
Soziales Lernern - z. B. beim Spielen mit  Bällen oder bei der Bewältigung einer Fallübung in der Gruppe - findet dann ein positives Ergebnis, wenn der Sportunterricht auch unter dem Blickwinkel der Vernetzung mit dem Lernbereich Gemeinschaft geplant und durchgeführt wird. Es müssen im Unterricht integrierende Prozesse ausgelöst, dafür passende Spiel- und Bewegungsideen ausgewählt und Wege ihrer Verwirklichung aufgezeigt werden.

In der dritten Säule sollen die Kinder körperlich fit werden, ihre individuelle Leistungsfähigkeit erleben und steigern, die eigenen Stärken im Rahmen einer Gruppe positiv erfahren. Wenn man davon ausgeht, dass jedes Kind seine Stärken im Sport erkennen, nützen und ausleben soll, hat dies natürlich Auswirkungen auf die Planung des Sportunterrichts.
Eng damit verbunden ist das Ziel der Sporterziehung, die Kinder auch sportlich fit zu machen. Gemeint ist damit auch eine planvolle Ausrichtung des Unterrichts im Hinblick auf die Verbesserung der Fertigkeiten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei im Bereich der koordinativen Fähigkeiten.

Selbsttätiges Lernen, gestalterische und kreative Fähigkeiten als vierte Säule werden bereits früh angelegt. Insbesondere das freie und kreative Spielen rückt stärker als bisher in den Mittelpunkt sportlichen Handelns und Lernens. Damit wird ein Sportverständnis gefordert, bei dem die Freude an der Bewegung Priorität hat.

Fazit: Der Sportunterricht baut nicht auf der Illusion auf, jedes Kind könnte alles lernen, wenn man nur die richtige Methode anwendet. Zum einen ist dafür nicht genügend Zeit vorhanden, die Klassen sind viel zu voll und zum anderen wollen und können die Kinder nicht alles lernen, was der Sport zu bieten hat. Aber für jedes Kind bietet der Sport etwas, und die Bedeutung von sportlicher Betätigung für die Lebensqualität und die eigne Entwicklung kann jedem Kind vermittelt werden.

So wie sich das Pferd vielleicht komisch fühlt, die Ente und der Fisch verzweifeln, wenn sie klettern lernen sollen, brauchen sich Lehrer nicht über die fehlende Begabung ihrer Kinder beschweren, wenn deren eigentliche Begabung übersehen wird.

Um den Lehrkräften das Heranführen an das „Spielen mit Hand und Ball“ und die Durchführung kindgerechter Spiel- und Übungsformen zu erleichtern – ohne großen Vorbereitungs- und Materialaufwand -  hat der BHV in Kooperation mit der Bayerischen Landesstelle für Schulsport ein breites Angebot an Spiel- und Übungsvarianten in der Broschüre „Spielen mit Hand und Ball“ zusammengestellt.
Eine Fortbildungsreihe für Grundschullehrkräfte soll vielfältige Möglichkeiten aufzeigen mit einfachen methodischen Übungsformen und kindgerechten Spielformen, Mädchen und Jungen in der Grundschule für das Spielen mit Hand und Ball zu motivieren.


Leitziele für einen modernen Sportunterricht:
 

  • Freude an der Bewegung schaffen
  • Miteinander fördern, das Gegeneinander abbauen
  • Belastung individuell dosieren, Überforderung vermeiden
  • Lernfortschritte, auch kleine, feststellen und in positive Verstärkung umsetzen.

Ballspiele sind generell bei Schülern sehr beliebt und schaffen die besten Voraussetzungen für einen attraktiven und abwechslungsreichen Unterricht, der möglichst viele Schüler ansprechen und mitreißen soll.

Alle Schüler sollen im Schulsport vielfältig mit Hand und Ball spielen lernen können.
Handballspiele und handballähnliche Spielformen sind Highlights im Schulsport – denn Handball fasziniert durch

  • Dynamik und Dramatik
  • Athletik und Akrobatik
  • Kompetenz und Kreativität
  • Teamwork und Teamspirit

Wenn die vorhandenen Möglichkeiten effektiv genutzt und angebotenen Veränderungen vorgenommen werden, können alle Schüler einen bewegungsreichen Handballunterricht genießen, der ihnen vielsinnige Bewegungs- und Lernanlässe bietet.

Denn: Handball kann man wirklich im wahrsten Sinne des Wortes immerzu (und fast überall!) „mit Hand, Herz und Kopf“ spielen.

Ernst Werner
VP Bildung

 

 



Die DHB-Aktion HANDBALL-STARS GO SCHOOL wird fortgesetzt.
Interessierte Schulen können sich auf der Internetseite
www.handball-in-schulen.de
bewerben.