anmelden registrieren  Finden

 

 „Spielerlebnis steht vor Spielergebnis“

das ist eine Formel, die im Kinderhandball berücksichtigt werden sollte. Außerdem sollten die Trainingsformen mit Kindern an den folgenden zwei wichtigen Leitlinien des DHB ausgerichtet werden:

  • Zunächst die vielseitigen koordinativen und konditionellen Voraussetzungen für das Handballspielen schaffen.
  • In den Trainingsstunden mehr spielen als üben und dabei den Ball immer in den Mittelpunkt stellen.

Auch die außersportliche Betreuung hat im Kinderhandball einen genauso hohen Stellenwert wie Training und Spiel. Trainer und Betreuer sollten daher Vorbilder sein und über ausreichendes pädagogisches Handwerkszeug verfügen. Folgende Leitlinien können dabei helfen:

  1. Kinder wollen Spaß haben, d.h. viele Lernerlebnisse im Training schaffen.
  2. Kinder brauchen Erfolgserlebnisse; das gelingt besser, wenn man den unterschiedlichen Könnensstand berücksichtigt.
  3. Kinder machen keine Fehler – sie sammeln (Bewegungs-)Erfahrungen!
  4. Kinder sind eigenständige Persönlichkeiten, wollen Verantwortung übernehmen; folgendes Grundprinzip sollte immer gelten: Alle helfen sich gegenseitig.
  5. Kinder benötigen einen Förderer, Freund und Helfer!

Kinderhandball-Spielstunden und Trainingseinheiten müssen immer motivierend und abwechslungsreich sein. Das erfordert viel Kreativität. Es gilt immer wieder aufs Neue, Spielideen und Variationen zu präsentieren und dabei die Wünsche der Kinder zu berücksichtigen. Auch die Angleichung der neuen Wettkampfstruktur im Kinder- und Jugendhandball an die Rahmentrainingskonzeption des DHB durch eine Vereinheitlichung

des Wettspiels mit der für alle verbindlichen offensiven Abwehr ist aus dem o.g. Leitbild erwachsen und hat folgende Zielsetzungen:
  • Förderung des flexiblen und kreativen Spielverhalten
  • Motivierende Lern- und Spielerlebnisse
  • Entwicklung von Spielfähigkeit und Kreativität durch entwicklungsgerechtes Spielen
  • Faszination und Spielfreude vermitteln
  • Spiel in Breite und Tiefe öffnen
  • Abwehrspieler werden im Zweikampf individuell gefördert und gefordert

Mehr Infos: BHV-Richtlinien zur offensiven Deckung (pdf)

Handball-6-Kampf für die Kleinsten

An den sechs Stationen werden sowohl Einzelübungen absolviert (z. B. Zielwerfen) als auch Bewegungskombinationen hintereinander geschaltet. Für alle Stationen werden nur Geräte verwendet, die zur Grundausstattung einer Sporthalle gehören oder mit geringem finanziellen Aufwand zu besorgen sind. Ein weiterer Vorteil der Übungsstationen ist, dass ohne große Umbaumaßnahmen noch weitere attraktive Übungsabläufe denkbar sind.
Ziel aller Übungen ist der Erwerb einer vielseitigen motorischen Grundausbildung mit den Schwerpunkten Koordination und Kräftigung; außerdem sammeln die Kinder erste Erfahrungen im Umgang mit dem Spielgerät Ball.
 
Die Übungen:
 

Übungen zur Wurfpräzision

Übung 1:  
Aus 4 Metern Entfernung versuchen die Kinder, 3 kleine Bälle in einen am Basketballnetz oder ähnlichem (z. B. Korbballständer) aufgehängten Schirm zu werfen. 8 Versuche sollten ausreichen.


Übung 2:
 
Die Kinder sitzen auf einem kleinen Kasten. 4 Metern entfernt steht die Lehrkraft/der Übungsleiter und hält einen Reifen, der auf dem Boden steht (Bilder 1). Die Aufgabe ist, den Reifen zu durchwerfen. Bei 3 Würfen sollten die Kinder es 1x schaffen.
Danach hält die Lehrkraft/der Übungsleiter den Reifen auf Kopfhöhe. Die Aufgabenstellung bleibt dieselbe.

 
Übung 3:
Mit Baustellenband einen 8 m langen „Graben“ markieren. Die Länge des Grabens überwinden die Kinder wie folgt:
  1. In der Rückwärtsbewegung die Beine abwechselnd grätschen und schließen; dabei den beidhändig gehaltenen Ball nach vorn strecken und wieder zur Brust ziehen.
  2. Auch in der anschließenden Vorwärtsbewegung die Beine abwechselnd grätschen und schließen; dabei jedoch den beidhändig gehaltenen Ball nach oben strecken und wieder herunternehmen.
Nachdem der „Graben“ so überwunden ist, rollen die Kinder den Ball langsam von sich weg, laufen hinterher, überholen ihn und stoppen ihn mit dem Po. Bei drei Versuchen sollte es einmal gelingen.

Übung 4:
 
Über eine 8 m lange Markierungslinie Schlusssprünge abwechselnd nach rechts und links absolvieren. Die erste Streckenhälfte rückwärts, die zweite vorwärts. Während  der Rückwärtsbewegung beide Arme vorwärts kreisen und während der Vorwärtsbewegung rückwärts kreisen. Danach absolvieren die Kinder mit Ball am Fuß einen Slalomparcours (4 Hütchen, Abstand zueinander ca. 1,5 Meter). Dann nehmen sie den Ball auf und versuchen, einen in 4 m Abstand zur Abwurflinie senkrecht auf einem kleinen Kasten stehenden Karton umzuwerfen. Dieses sollte bei 3 Versuchen einmal gelingen.

Übung 5:

Die Kinder kriechen durch einen Reifen-Iglu, legen sich dann bäuchlings auf die Bank, klemmen den Ball zwischen Unter- und Oberschenkel und ziehen sich über die Sitzfläche. (Auf einer Teppichfliese liegend geht es besser.) Dann werfen sie gegen die Sitzfläche eines kleinen Kastens, der 3 bis 4 m entfernt schräg gegen einen anderen kleinen Kasten lehnt und versuchen, den zurückprallenden Ball direkt oder nach einem Bodenkontakt wieder aufzufangen. Bei 4 Versuchen sollte das einmal gelingen.

Übung 6:
 
Mit einer Teppichfliese unter den Füßen und einem Ball auf dem Bauch, durchrutschen die Kinder im Spinnengang einen Slalomparcours (4 Hütchen, Abstand zueinander ca. 2 m). Anschließend versuchen, sie von einer Abwurflinie aus, zunächst mit der ungeübten Hand, in einen 3 Meter entfernt auf dem Boden liegenden Reifen zu treffen. Hierfür sind 3 Versuche vorgesehen. Anschließend sollen sie versuchen, mit der geübten Hand gleichermaßen in einen 4 Meter entfernten Reifen zu treffen. Auch hierfür sind 3 Versuche vorgesehen.
Für das erfolgreiche Absolvieren der Übungen können die Handballtalente mit Medaillen belohnt werde; diese können Sie für 3 Euro pro Stück im DHB-Jugendsekretariat bestellen.
Die Übungen zum Erwerb der Hanniball-Medaille sind für 5- bis 7-jährige Spielanfänger gedacht.
 
Viele weitere Trainingsbausteine für Kinderhandballstunden findet man in unserem 
 
Buchtipp: „Kinder für Handball begeistern“
 
Mit dem neuen praxisorientierten DHB-Handbuch bekommen alle Trainer, Jugendtrainer, Teilnehmer der C-Trainereinsteiger-Ausbildung und ­Helfer in den DHB-Vereinen konkretes Handwerkszeug für ihre ersten Schritte bei der Planung und Durchführung kindgerechter Trainingsstunden mit Minis, E- und D-Jugendmannschaften an die Hand. Dabei finden sie neben dem umfassenden Praxisangebot auch Lösungsvorschläge für ihre typischen Alltagsprobleme, wie z. B. fehlende Kinderhandballtore, schlechte Geräteausstattung, wenig Bälle. Viele Praxistipps rund um Training und Spiel – von den Autoren in den vielen DHB-Kinderhandball-Workshops gesammelt – runden diese Einstiegshilfe für Kinderhandball-Trainer ab.
Mit diesem Handbuch erhalten Trainer ohne Vorkenntnisse
  • Jungtrainer (Jugendliche)
  • Helfer und Betreuer
  • Teilnehmer der C-Trainer-Einsteigerausbildung
eine kompakte Informationsgrundlage, wie sie speziell mit großen Gruppen erfolgreich Trainingsstunden mit Minis, E- und D-Jugendlichen durchführen können. Mit dem umfassenden Praxisangebot können Trainer im Kinderhandball die ersten beiden Jahre attraktive Trainingsstunden mit altersgerechten Inhalten anbieten.
 
Autoren: Renate Schubert und Dietrich Späte
Format: A5, Fadenheftung
Umfang: 128 Seiten, komplett 4-farbig
über 60 3-D-Grafiken, mehr als 150 Fotos
18,50 Euro

Zu bestellen bei buchversand@philippka.de


Hanniball, das Handballmaskottchen:

Hallo, ich bin HANNIBALL und genau wie ihr ganz verrückt auf Handball und alles, was damit zutun hat.


Der Sprungwurf ist eine meiner leichtesten Übungen. Hier einige Tipps dazu


Der Torwart ist im Handball besonders wichtig! Darum stehe ich auch gern mal zwischen den Pfosten.